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Putin für engere Zusammenarbeit mit der NATO

Der russische Präsident Wladimir Putin ist zur engeren Zusammenarbeit mit der NATO bereit. Bedingung sei, dass sich die NATO auf die Terrorismusbekämpfung konzentriere.

„Wenn diese Umgestaltung tatsächlich stattfindet, können wir unsere Kooperation vertiefen“, sagte Putin am Dienstag vor Studenten in Peking. Er betonte, Russland werde eigenständig handeln, um seine eigenen Interessen zu verteidigen. Die Rede war der Höhepunkt des zweiten Tages von Putins China-Reise. Im Anschluss daran reiste der russische Präsident nach Indien weiter.

Vor den Studenten machte Putin deutlich, dass es Meinungsverschiedenheiten mit den USA gibt. „Unsere Positionen stimmen in Bezug auf internationale Fragen nicht immer überein.“ Bereits am Montag hatten er und der chinesische Präsident Jiang Zemin Washington zu einer friedlichen Lösung des Irak-Konflikts aufgerufen und angemahnt, den Kontakt zu Nordkorea zu erneuern.

In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie eine „multipolare Welt“. Mit der Formulierung drückten sie ihre Unzufriedenheit über die Vormachtstellung der USA aus. Moskau und Peking wollen die Dominanz der Amerikaner begrenzen, in dem sie darauf bestehen, dass die Vereinten Nationen bei internationalen Angelegenheiten das letzte Wort haben. „Bei der Lösung von Krisensituationen müssen wir politischen Methoden im Rahmen der Vereinten Nationen Priorität geben“, sagte Putin. „Eine abschätzige Einstellung gegenüber internationalen Verträgen und Abkommen ist absolut inakzeptabel.“

Als ständige Mitglieder im Weltsicherheitsrat hätten Russland und China auch eine „besondere Verantwortung“, um den Frieden und Stabilität in der Welt zu wahren, sagte Putin. Auch Chinas Präsident Jiang Zemin, der Putin zur Universität begleitet hatte, äußerte sich zufrieden über die „gesunde und positive Entwicklung“ der Beziehungen in den vergangenen zehn Jahren, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Unterdessen ist Putin zu einem dreitägigen Besuch in Indien eingetroffen. Er kam aus China, wo er eine Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Russland und der NATO in Aussicht gestellt hatte. In Indien wollte Putin gleich nach seiner Ankunft mit Premierminister Atal Behari Vajpayee sprechen. Am Mittwoch trifft er auch mehrere Minister. Es geht vor allem um den Kampf gegen den Terrorismus. Indien wirft Pakistan vor, für Anschläge im indischen Teil Kaschmirs mitverantwortlich zu sein.

Außerdem geht es in Indien um Rüstungsprojekte. Das Land, das in der Zeit des Kalten Krieges mit Russland verbündet war, hofft auf eine engere militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Indien hat Kampfflugzeuge vom russischen Typ MIG-21 in Lizenz gebaut und will auch den Kampfjet Sukhoi produzieren. Darüber hinaus hat Indien Interesse an einem russischen Flugzeugträger und an atomgetriebenen U-Booten. Die Asien-Reise wird Putin auch nach Kirgisien führen.

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