Putin empfing in Sotschi syrischen Außenminister

Erster ranghoher Kontakt seit Bürgerkriegs-Beginn
Erster ranghoher Kontakt seit Bürgerkriegs-Beginn
Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Mittwoch erstmals seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor mehr als drei Jahren mit einem ranghohen Vertreter aus Damaskus zusammengetroffen. In Putins Residenz in Sotschi am Schwarzen Meer sprach der Staatschef nach Kreml-Angaben mit dem syrischen Außenminister und Vizeregierungschef Walid al-Muallem über die beiderseitigen Beziehungen.


Moskaus eigentliches Ziel ist allerdings die Wiederbelebung von Friedensgesprächen zwischen der syrischen Führung und Teilen der bewaffneten Aufständischen, die für den Sturz von Staatschef Bashar al-Assad kämpfen. An dem Treffen mit dem syrischen Außenminister nahm auch dessen russischer Kollege Sergej Lawrow teil. Muallems Besuch in Russland endet am Donnerstag.

Anfang des Monats hatte Muallem in Anspielung auf die von den USA ausgeführten Luftangriffe in Syrien erklärt, seine Regierung bemühe sich bei der russischen Führung um eine beschleunigte Lieferung von Luftabwehrraketen des Typs S-300 und anderen modernen Rüstungsgütern. Es sei unklar, ob US-Präsident Barack Obama nach der Eroberung beider Parlamentskammern durch die oppositionellen Republikaner bei seinem Nein zu einem Krieg gegen Syrien bleibe, sagte Muallem der libanesischen Tageszeitung “Al-Achbar”. Moskau hatte die Lieferung im vergangenen Jahr unter dem Druck der USA und Israels ausgesetzt.

Im Syrien-Konflikt sind Schätzungen zufolge bisher fast 200.000 Menschen getötet worden. Teile des Landes stehen zudem seit Monaten unter Kontrolle der radikalsunnitischen Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS). Diese wird am Boden von anderen Rebellengruppen und aus der Luft von einer US-geführten Militärallianz bekämpft. Russland und der Iran gehören zu den wichtigsten Verbündeten der Assad-Regierung.

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