"Pummerin" bekommt neuen Klöppel

Leichterer Schlägel soll Lebensdauer der Glocke verlängern
Leichterer Schlägel soll Lebensdauer der Glocke verlängern ©APA/ROLAND SCHLAGER
Sie ist Europas zweitgrößte Glocke, hängt in der wohl bekanntesten Kirche Österreichs und muss nun umgebaut werden: Die "Pummerin" im Wiener Stephansdom bekommt in den nächsten Monaten einen neuen Klöppel.

Der jetzige 800 Kilogramm schwere Schlägel soll durch einen leichteren ersetzt werden, um die Lebensdauer des gusseisernen Wahrzeichens zu verlängern, berichtete die ORF-Internetseite http://wien.orf.at am Donnerstag. Der Glockenklang wird sich dadurch aber nicht ändern.

Der Austausch des Klöppels, der künftig nur mehr 600 Kilogramm wiegen soll, ist die Folge eines Belastungstests, der 2007 durchgeführt wurde. Hergestellt wird der neue, drei Meter lange Schlägel in einer bayrischen Spezialschmiede. Zu Silvester wird die rund 21 Tonnen schwere Pummerin jedenfalls noch in ihrer jetzigen Form läuten. Schließlich wird der alte Klöppel erst im Februar 2011 ausgebaut, der Einbau des Nachfolgers soll am 9. März, dem Aschermittwoch, in der Früh erfolgen.

Am selben Tag soll das renovierte Schwergewicht um 17.00 Uhr dann auch gleich erklingen. Bei seinem ersten Einsatz nach dem Umbau wird zugleich ein Belastungstest durchgeführt werden. Der Klang der Glocke werde jedenfalls gleichbleiben, versicherte der Innsbrucker Glockengießer Peter Grassmayer, der das Projekt leitet, gegenüber dem ORF.

Am 26. April 1952 erklang der Wiener Koloss zum ersten Mal. Sein Vorgänger, die aus dem Jahr 1711 stammende “alte Pummerin”, wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs Opfer des Dombrandes.

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