Publikumsliebling Luke Atwood hört auf

Der "Duke" der Vienna Vikings wird in Zukunft nur noch als Privatmann Vikings-Spiele besuchen.

In den letzten Jahren gab es in der Team Organisation der Raiffeisen Vikings eine feste Konstante im Angriff. Seit der Saison 2002 schnürte ein Amerikaner seine Schuhe für die Döblinger. Die Rede ist von Luke Atwood.

Jahrelang das Gesicht des Teams
Sein Name steht seit sechs Saisonen für konstante Leistungen auf dem Feld. Als Wide Receiver, im Defensive Backfield , aber auch als Quarterback war er stets ein Leader auf dem Feld. Seine spektakuläre Spielweise brachte ihm viele Symphatiepunkte bei den Fans ein.

Der “Fürst” (so sein Spitzname übersetzt) war aber mehr als ein Footballspieler. In der Öffentlichkeit war er das Gesicht der Vikings. Für jeden der Fans immer greifbar und stets für ein Gespräch zu haben, war Atwood ein absoluter Fanplayer. Innerhalb der Mannschaft genoss er wegen seiner freundlichen, zurückhaltenden Art hohes Ansehen.

Der 12. April veränderte sein Leben
Seit seinem ersten Spiel in Wien war er stets im besten körperlichen Zustand. Im Laufe einer Saison sind Verletzungen im Kontaktsport American Football an der Tagesordnung. Aber der Verletzungsteufel machte zum Glück stets einen großen Bogen um den “Fürst” der Vikings. Am 12.April 2008 im Rattenfängerstadion von Korneuburg änderte sich alles. Im Auswärtsspiel gegen die Danube Dragons verletzte sich Atwood schwer am Bein. Neben einem Wadenbeinbruch musste er auch eine Knöchelverletzung hinnehmen.

“I’am done – it’s time to move on”
Kurz vor seinem Rückflug in die USA traf sich sportal.at mit Luke Atwood zu einem kurzen Gespräch.
Sportal: Luke, oder sollten wir vielleicht doch Dr. House sagen, wie geht es dir?
Atwood: Ich habe aber nur optisch Ähnlichkeiten mit dem TV Doc oder? (lacht) Ich hatte letzten Freitag eine weitere Operation – die letzte! Der Heilungsprozess verläuft nach Plan. Im August sollte ich hoffentlich wieder laufen können. Ich glaube aber noch nicht daran.

Sportal: Wie sieht deine weitere Zukunft aus?
Atwood: Ich werde nicht mehr aktiv Football spielen – unwiderruflich! Es ist vorbei. Es war eine tolle Zeit die ich in Wien bei den Vikings verbringen durfte. Die Stadt hat mir sehr viel gegeben, und ich habe es den Vikings mit Leistung zurückgezahlt. Ich war sechs Jahre aktiv in Wien, so lange wie kein anderer Spieler.

Sportal: Wirst du in Zukunft Vikings-Spiele besuchen?
Atwood: Definitiv! Wenn es mein Zeitplan zulässt, möchte ich jedes Jahr nach Wien kommen. Die Spieler und besonders die Fans sind speziell und unerreichbar. Auch wenn ich nicht mehr spiele, werden die Vikings für immer mein Team bleiben.

Sportal: Was wird die Privatperson Luke Atwood in Zukunft machen?
Atwood: Anfang der Woche fliege ich nach China. Dort habe ich mit meiner Firma neue Perspektiven, die ich gerne ergreifen möchte. In der mittleren und fernen Zukunft möchte ich mich um meine Firma kümmern. Es gibt viel Arbeit und ich freue mich schon sehr auf die neue Herausforderung.

Was bleibt von Luke Atwood?
Beruflich wird der ehemalige Vikings Spieler mit Wien in Verbindung bleiben. Er importiert eine bekannte Wiener Biermarke in die USA. Sportlich wird in der Saison 2009 eine neue Ära beginnen. Mit dem Abgang des charismatischen Amerikaners endet der letzte Teil der Ära Smythe in Wien. Damit verbunden ist ein Systemwechsel im Angriff der Wiener. In welche Richtung sich dieser entwickeln wird weiß nur der sportliche Leiter Felix Hoppel.

Sportal/Thomas Muck
Mehr Infos zum diesem Thema auch unter www.sportal.at

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