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Public-Viewing-Planung wird konkret

Nach der gestrigen Absage der Public-Viewings für die Donauinsel wird immer konkreter, wo in Wien zur EM große Fanareale geschaffen werden.

Die Betreiber der offiziellen Fanzone an Ring und Heldenplatz sehen Wien auch ohne die Donauinsel für den Ansturm gerüstet. Nicht zuletzt dem Hanappi-Stadion kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Hier sollen – wie es am Donnerstag hieß – bis zu 40.000 Fans Platz finden.

Bereits seit Mitte vergangenen Jahres fixiert ist die offizielle Fanzone, die sich vom Rathausplatz über den Ring bis zum Heldenplatz erstrecken wird. Hier können sich gleichzeitig bis zu 70.000 Fußballfreunde aufhalten. Das Hanappi-Stadion in Hütteldorf wurde erst vergangene Woche als “Überlaufbecken” präsentiert, sollte sich der Ansturm der Fans als zu gewaltig für die Fanzone erweisen. Bereits damals hatte sich abgezeichnet, dass die Public-Viewing-Planungen privater Betreiber für die Donauinsel wegen mangelnder Sponsoren im Sande verlaufen dürften.

Sollten die vorhandenen Trainingsplätze einbezogenen werden, sind beim Hanappi-Stadion bis zu 40.000 Fans gleichzeitig zu versorgen. Im Stadion selbst, also auf den Tribünen und am Rasen, ist Platz für rund 20.000 Fans anberaumt. Die Wahl auf den Standort sei nicht zuletzt wegen der vorhandenen Infrastruktur und der guten Erreichbarkeit mittels U-Bahn gefallen, betonte am Donnerstag Barbara Schwarzinger vom Fanzonen-Betreiber Stadt-Wien-Marketing: “Wir sind in Wien so gerüstet, dass es keine Engpässe geben wird.”

Zu Ring und Hanappi-Stadion kommt schließlich noch ein Public-Viewing-Areal nach den UEFA-Kriterien auf der Kaiserwiese beim Prater. Es ist schon seit längerem fix.

Noch nicht endgültig fixiert, aber bereits auf Schiene scheint eine vierte Fanlocation zu sein. Die potenziellen Betreiber eines UEFA-konformen Public Viewings bei den Gasometern zeigten sich am Donnerstag zuversichtlich, dass ihr Konzept in den kommenden Tagen abgenickt werden könne, das unter anderem die Beteiligung eines polnischen Sponsors vorsieht. Eine große LED-Wand soll bis zu 7.000 Menschen locken.

Als fünfter großer Public-Viewing-Bereich tritt während der EM noch die Strandbar Hermann am Donaukanal hinzu. Diese wird sich für diese Zeit zum “Swissbeach” wandeln und 2.000 Menschen offenstehen. Um ein offizielles Public Viewing nach UEFA-Kriterien wird es sich dabei jedoch nicht handeln.

Summiert man die maximalen Kapazitäten dieser fünf Anlagen, werden in Wien gleichzeitig über 120.000 Menschen in großen Fanbereichen die Spiele verfolgen können. Dementsprechend zuversichtlich zeigte sich Barbara Schwarzinger vom Fanzonen-Betreiber: “Es ist kein Schaden entstanden durch den Wegfall der Donauinsel.”

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