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Prügelstrafe des saudi-arabischen Bloggers erneut ausgesetzt

Auch in Wien wurde erneut eine Mahnwache für Raif Badawi abgehalten.
Auch in Wien wurde erneut eine Mahnwache für Raif Badawi abgehalten. ©APA
Die Prügelstrafe für den zu 1000 Stockhieben verurteilten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi ist erneut ausgesetzt worden.
Blogger drohen Dauerschäden

Wie eine Sprecherin von Amnesty International am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurden die nach dem Mittagsgebet geplanten 50 öffentlichen Schläge nicht vollzogen.

Strafe zweimal ausgesetzt

Vor drei Wochen war der Blogger erstmals in der Stadt Jedda öffentlich mit Stockhieben bestraft worden, weil er den Islam im Internet beleidigt haben soll. Danach wurde die Strafe bereits zweimal aus “gesundheitlichen Gründen” ausgesetzt.

Badawi war im Mai 2014 zu zehn Jahren Haft, einer Geldstrafe und 1000 Stockschlägen verurteilt worden, weil er im Internet den Islam beleidigt haben soll.

Erneut Mahnwachen

Die österreichischen Grünen haben am Freitag bereits zum vierten Mal eine Mahnwache für die Freilassung veranstaltet. Die rund 60 Personen demonstrierten bei klirrender Kälte vor dem Abdullah-Zentrum (KAICIID) am Wiener Schottenring. Unter den Teilnehmern befanden sich neben Grünen-Chefin Ewa Glawischnig die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament, Rebecca Harms aus Deutschland, und die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im Europäischen Parlament, Ulrike Lunacek.

Frau bittet um Gnade

Die Ehefrau des Bloggers sorgt sich um die Gesundheit ihres Mannes. “Sein Arzt hat uns gesagt, dass es ihm gesundheitlich nicht gut geht”, sagte Ensaf Haidar bei einem Telefongespräch der Deutschen Presse-Agentur. “Er leidet an Bluthochdruck und das könnte gefährlich werden.” Badawis Frau hält sich mit den drei gemeinsamen Kindern in Kanada auf.

Langzeitschäden

Medizinier warnen vor den Langzeitschäden durch diese Art der Bestrafung. “Je mehr Schläge aufeinanderfolge, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich Wunden öffnen”, so Juliet Cohen, Ärztin bei der britischen Medizinervereinigung “Freedom from Torture“, in einem Bericht von Amnesty International. Die offene Haut sorge nicht nur für erheblich höhere Schmerzen, sie vergrößere auch die Gefahr von Infektionen. (APA/red)

 

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