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Präsidentenwahl in Peru: Prognosen sehen Sieg Humalas

Der Linksnationalist Ollanta Humala hat Prognosen zufolge die Präsidentenwahl in Peru gewonnen.

Er lag laut nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend veröffentlichten Zahlen 5,0 bis 5,4 Prozentpunkte vor der rechtskonservativen Kandidatin Keiko Fujimori. Knapp 20 Millionen Peruaner waren aufgerufen, in einer Stichwahl ein neues Staatsoberhaupt zu bestimmen. Der bisherige Präsident Alan Garcia durfte gemäß der Verfassung nicht für eine zweite Amtszeit in Folge kandidieren.

Das Umfrageinstitut Ipsos Apoyo sah Humala bei 52,6 Prozent und Fujimori, Tochter von Ex-Präsident Alberto Fujimori (1990-2000), bei 47,4 Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut Datum Internacional gab für Humala 52,7 Prozent an und für Fujimori 47,3, und das Institut CPI 52,5 Prozent für Humala und 47,5 Prozent für Fujimori.

Deutliche Unterschied bei Prognosen

Prognosen dieser Art, die auf einer Befragung von Wählern nach der Stimmabgabe beruhen, weisen zwar eine relativ hohe Fehlermarge auf. Dennoch war der Unterschied derart deutlich, dass der Direktor von Ipsos Apoyo, Alfredo Torres, bereits von einem “möglichen Gewinner” Humala sprach.

Humala verspricht Wandel in Peru

Humala, ein ehemaliger Armeeoffizier, hatte seinen Landsleuten im Wahlkampf einen “tiefgreifenden Wandel” versprochen. Insbesondere kündigte der 48-Jährige an, dass “das Wirtschaftswachstum in den Geldbörsen aller” ankommen solle. Zudem hatte Humala ausdrücklich vor einer Machtergreifung seiner Konkurrentin gewarnt und immer wieder an die Zeit der “Diktatur” unter ihrem Vater Alberto Fujimori erinnert.

Die 36-Jährige warb ihrerseits im Wahlkampf für eine Fortführung der liberalen Wirtschaftspolitik des Andenstaats, der im vergangenen Jahrzehnt einen beeindruckenden Aufschwung erlebte. Außerdem hoffte Keiko Fujimori auf viele Stimmen von Frauen, weil sie bei einem Sieg die erste Frau an der Spitze des Landes gewesen wäre.

(APA)

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