Prozess um Wiener "Disco-Mord" startet heute

Der 20-jährige Rene M. wurde auf dem Heimweg von der Disco erschossen.
Der 20-jährige Rene M. wurde auf dem Heimweg von der Disco erschossen. ©eraffe.at
Am Montag, den 11. April, wird im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen jenen 48-jährigen Mann eröffnet, der in der Nacht auf den 21. August 2010 in Floridsdorf aus einem fahrenden Pkw heraus mehrere Schüsse abgegeben und dabei einen jungen Schlosser tödlich verletzt hatte, der nach einem Disco-Besuch auf dem Heimweg war.
Bilder des Opfers
Bilder des Autos
Bilder vom Tatort
Tatrekonstruktion
Schütze angeklagt

Ein Projektil traf den 20-jährigen Rene M. mitten ins Herz. Der Angeklagte wird sich zum Mord “nicht schuldig” bekennen. Die Verhandlung zum Disco-Mord ist auf zwei Tage anberaumt und soll am 13. April zu Ende gehen

Disco-Mord-Angeklagter hat keine Erinnerung an die Tat

Der 48-Jährige wird sich laut Verteidiger Werner Tomanek in Richtung fahrlässige Tötung unter gefährlichen Verhältnissen oder Begehung einer Straftat im Zustand der vollen Berauschung verantworten. Zum Disco-Mord selbst fehle dem 48-Jährigen jede Erinnerung, so sein Anwalt: “Er weiß nicht einmal, ob er gefahren ist oder geschossen hat”, erklärte sein Verteidiger. Der Mann war damals mit einem guten Freund unterwegs, der laut Anklage den roten BMW lenkte, während der 48-Jährige am Beifahrersitz saß und in der Steinheilgasse plötzlich und unvermutet eine Pistole zog und aus dem Fenster ballerte.

Aufgrund der Bedingungen sei Versehen bei Disco-Mord ausgeschlossen

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Schütze Rene M. bemerkt haben muss, zumal die Straße hell erleuchtet war, und dennoch in dessen Richtung gefeuert wurde. “Der Angeklagte hielt es bei der Schussabgabe ernstlich für möglich und fand sich damit ab, dass er einen anderen tötet”, heißt es in der Anklageschrift zum Disco-Mord.

 

(apa/red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Prozess um Wiener "Disco-Mord" startet heute
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen