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Prozess um Serienbrandstiftung in NÖ

Eine Serie von zehn Brandstiftungen im Februar im Bezirk Neunkirchen legt die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt einem 23-Jährigen zur Last, der sich am Mittwoch vor einem Schöffensenat verantworten musste. 20 Zeugen waren geladen. Zu einem Urteil kam es nicht: Weitere Sachverständigengutachten sollen eingeholt werden.

Am ersten Verhandlungstag im Juli hatte sich der Beschuldigte im wesentlichen nur eines kleineren Brandes schuldig bekannt. Die Anklage warf dem Arbeiter zehn Brandlegungen im Zeitraum vom 7. bis 23. Februar vor, darunter den Großbrand einer Lagerhalle mit einem Schaden von etwa acht Millionen Euro. Motiv war laut Staatsanwaltschaft Kummer über das Ende einer eineinhalbjährigen Beziehung im November 2008. Der Frust sei dann durch Provokationen jenes Arbeitskollegen, um dessentwillen ihn seine Freundin verlassen hatte, weiter angewachsen.

Richterin Birgit Borns ging es in ihrer Zeugenbefragung auch darum, das damalige Stimmungsbild im Ort zu ergründen. Zunächst seien die Feuer natürlich ständiges Gesprächsthema gewesen, man hatte ein “ungutes Gefühl”, aber niemand konkret in Verdacht, meinte ein Zeuge. Nach dem Großbrand der Lagerhalle habe sich ein gewisser Zorn in der Bevölkerung breitgemacht, man hatte Angst um die Jobs in der Firma, einem großen Arbeitgeber in der Region.

Der stellvertretende Feuerwehrkommandant gab an, den Angeklagten “von Kind auf” zu kennen. Verdächtiges sei ihm im Zuge der Brandserie nicht aufgefallen, der Angeklagte war bei allen Einsätzen dabei. Nach der ersten Brandserie wurde eine Bereitschaft organisiert, die Kontrollrundgänge unternahm. Dass der 23-Jährige dann als mutmaßlicher Brandleger ausgeforscht wurde, “hat mir wehgetan”, sagte der Zeuge. “Warum?” wollte Borns wissen. “Weil’s ein Feuerwehrmann war.”

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