Prozess um erstochenen Boxchampion Edip Sekowitsch

Angeklagtem droht bei Schuldspruch lebenslang
Angeklagtem droht bei Schuldspruch lebenslang ©APA (Schlager)
Am Mittwoch wird im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen den 27 Jahre alten Tschetschenen fortgesetzt, der im Vorjahr den ehemaligen Boxchampion Edip Sekowitsch (50) vor seinem Lokal "Champ's Pub" in Wien-Wieden erstochen hat. Dem Mann drohen im Fall eines Schuldspruchs zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft.

Der Angeklagte hatte am 26. August 2008 im Lokal des früheren WAA-Weltmeisters einen feucht-fröhlichen Abend verbracht. Es kam zu einem Streit mit Sekowitsch, der den Tschetschenen schließlich aus dem Lokal wies. Auf der Straße stach der 27-Jährige dann mit einem Klappmesser fünfmal auf Sekowitsch ein. Ein Stich ging direkt ins Herz. Sekowitsch, der sich während seiner Laufbahn den Beinamen “Stier von Serbien” erworben hatte, verblutete am Gehsteig.

Der Angeklagte hatte am ersten Verhandlungstag vor einer Woche die Tötungsabsicht bestritten. Er behauptete, der 50 Jahre alte Ex-Boxer wäre zuerst auf ihn losgegangen. Aus Angst habe er sein Messer gezogen.

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