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Prozess um abgebissene Nasenspitze vertagt

Die Nase wurde wieder angenäht.
Die Nase wurde wieder angenäht. ©Bilderbox
Der außergewöhnliche Prozess am Wiener Landesgericht wurde vertagt, weil eine Zeugin nicht erschienen ist. Ein 40-Jähriger soll einem 19-jährigen Burschen die Nasenspitze abgebissen haben.

Weil eine Zeugin nicht erschienen ist, wurde der leicht bizarre Prozess vertagt und auf den 20. November verlegt.

Der Auslöser des folgenschweren Streites war relativ simpel: Ein Fußball hatte das Auto des Angeklagten getroffen. Der Mann fuhr mit seinem Auto an einem Spielplatz vorbei, auf dem gekickt wurde, als das Leder sein Fahrzeug traf. Es richtete zwar keinen Schaden an, der Mann wurde aber dennoch zornig und rief die Polizei. Was danach passierte ist Gegenstand der Verhandlung.

Der Angeklagte erzählte an, dass er von drei Personen verprügelt worden sei, worauf er bewusstlos wurde. Er hätte nie absichtlich in die Nase seines 19-jährigen Kontrahenten gebissen, das sei höchstens eine Reflexhandlung – anscheinend im bewusstlosen Zustand – gewesen.

Sein Opfer sieht das anders: Auch die Ohnmacht des 40-Jährigen sei erfunden. In Wahrheit habe der Angeklagte die kleinen Kinder am Spielplatz beschimpft. Als sich der 19-Jährige und zwei andere eingemischt hätten, um die Kinder in Schutz zu nehmen, sei es zur Rauferei gekommen. Und dabei zum gezielten Biss ins Gesicht.

Die Nase wurde wieder angenäht, Narben dürften aber zurückbleiben.

Landesgerichtsstraße 11, 1080 Wien, Austria

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