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Prozess: Säugling kräftig geschüttelt

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Wegen schwerer Körperverletzung mit Dauerfolgen muss sich am Mittwoch der Onkel des kleinen Alexander im Wiener Straflandesgericht verantworten - Baby bleibt vermutlich behindert.

Das sechs Wochen alte Baby war am 19. November 2005 mit einer Gehirn- und Netzhautblutung ins SMZ-Ost eingeliefert worden, wo man es zur weiteren Behandlung sofort in den künstlichen Tiefschlaf versetzte. Der 19 Jahre alte Mann gab zu, seinen Neffen heftig geschüttelt zu haben, weil er sein Schreien „nicht mehr ausgehalten“ habe.

Der Beschuldigte, von Beruf Leiharbeiter, war mit der Mutter des Kleinkinds liiert. Die beiden sind Eltern eines Zweijährigen. Als sie sich trennten, kam die 20-Jährige mit dem Bruder des Mannes zusammen. Dieser Beziehung entstammt der kleine Alexander. Zuletzt hatte sich die Frau wieder dem 19-Jährigen zugewandt, mit dem sie in einer Wohnung in Wien-Donaustadt lebte.

Die Familie war den Behörden als „Problemfall“ bekannt. Der 19-Jährige soll die Frau geschlagen haben und deswegen mit einem vorübergehenden Betretungsverbot belegt worden sein. Auf Alexander musste er angeblich nur dann aufpassen, wenn die Mutter einkaufen ging. Laut einem Gutachten wird das Kind in Folge der erlittenen Misshandlungen vermutlich behindert bleiben.

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