Prozess nach Säureattentaten an Politikern beginnt

Rudolf Prinz - das Opfer des Anschlags
Rudolf Prinz - das Opfer des Anschlags ©APA (Archiv/Rubra)
Nach einem Säureattentaten vom März 2008 beginnt heute, Mittwoch, im Landesgericht Wels der Prozess. Die Anklage wirft dem 49-jährigen Beschuldigten Körperverletzung, Sachbeschädigung, schwere Nötigung, schweren Betrug und Brandstiftung vor. Der SPÖ-Landtagsabgeordnete und Ex-Bürgermeister von Weißkirchen, Rudolf Prinz, war beim Öffnen eines mit Buttersäure gefüllten Pakets verletzt worden.

Zwei weitere Sendungen an ÖVP-Kommunalpolitiker und zwei an Verwaltungsmitarbeiter konnten rechtzeitig abgefangen werden bzw. richteten keinen Schaden an. Als Hauptverdächtiger wurde wenige Tage danach der 49-Jährige festgenommen. Als Motiv gilt, dass den Adressaten ein Denkzettel verpasst werden sollte, weil sie für nicht aufgegangene Grundstücksspekulationen des Angeklagten verantwortlich seien.

Dem Mann wird zudem vorgeworfen, Brände gelegt zu haben zu haben. Er soll darüber hinaus einen Bayern mit der Drohung, dass er ihm ansonsten Russen schicke, dazu veranlasst haben, die Säurepakete zu versenden. Der Deutsche wird gesondert verfolgt.

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