Prozess in Wien: Sex mit 16-jähriger Nichte - Onkel im Zweifel freigesprochen

Der Mann wurde am Wiener Landesgericht im Zweifel freigesprochen.
Der Mann wurde am Wiener Landesgericht im Zweifel freigesprochen. ©APA (Sujet)
Ein 28-Jähriger musste sich am Freitag am Wiener Landesgericht verantworten, weil er sich an seiner 16-jährigen Nichte vergangen haben soll, nachdem er sie laut Anklage in einen wehrlosen Zustand versetzte. Da dem Schöffensenat die Beweislage nicht ausreichte, um den Angeklagten mit der für ein Strafverfahren nötigen Sicherheit schuldig zu erkennen, wurde der Mann im Zweifel freigesprochen.

“Ich hatte mit ihr nie Geschlechtsverkehr”, hatte der Koch versichert. Die gegen ihn gerichteten Anschuldigungen erklärte er damit, dass die Mutter des Mädchens gegen ihn sei: “Sie war gegen meine Ehe mit ihrer Schwester. Von Anfang an.” Die Beziehung zu der 16-Jährigen beschrieb der Angeklagte als “normal”. Es hätte keine Probleme gegeben: “Wir waren freundschaftlich verbunden.”

Anklage: Onkel soll mit betäubter Nichte geschlafen haben

In der Nacht auf den 31. Juli 2017 war der Onkel bis weit in die Nachtstunden hinein mit dem Teenager unterwegs. An einer Tankstelle kaufte er Alkohol, ehe man sich in die Wohnung des Mädchens – die Eltern waren damals im Urlaub – begab und sich auf den Balkon setzte. Dort trank die 16-Jährige Raki und Jägermeister und rauchte sich mit dem Onkel ein, bis sie wegdämmerte. Diesen Zustand soll der 28-Jährige ausgenutzt haben, um mit der Nichte zu schlafen.

Am folgenden Morgen telefonierte die 16-Jährige mit einer engen Freundin, machte sich ein Treffen aus und gab dieser zu verstehen, was passiert sei. “Sie hat die Bettwäsche abgezogen und weggeschmissen. Wir sind in die Apotheke gefahren und haben die ‘Pille danach’ besorgt”, schilderte die Freundin im Zeugenstand. Während der Befragung der Nichte wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

(APA/Red)

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