Prozess gegen Graffiti-Sprayer "Puber" in Wien fortgesetzt

Puber beim Prozess in Wien
Puber beim Prozess in Wien ©APA
Am Donnerstag ist der Prozess gegen einen Schweizer Graffiti-Sprayer, der in ganz Wien zahlreiche "Puber"-Schriftzüge auf Hausmauern hinterlassen haben soll, fortgesetzt worden. Renato S. bekannte sich teilweise schuldig.
Prozess gegen Puber
"Puber" beim Prozess
Verfahren steht bevor
Keine Fußfessel für Puber
Das Phänomen Puber
"Pubers" Tags in Wien

Richter Wilhelm Mende arbeitete sich von Faktum zu Faktum durch und befragte den 30-jährigen Angeklagten bei jedem einzelnen Fall nach seiner Verantwortung. Mit einem Urteil wird am Nachmittag gerechnet.

Graffiti-Sprayer 232 Fakten vorgeworfen

S. wird schwere Sachbeschädigung vorgeworfen. Im Fall eines Schuldspruches drohen dem 30-Jährigen sechs Monate bis fünf Jahre Haft.

Staatsanwalt Markus Berghammer wirft dem Schweizer insgesamt 232 Fakten vor. Der Angeklagte gibt allerdings nur 20 bis 30 auf Hausmauern und Türen angebrachte Tags zu. “Der Schriftzug wird von ziemlich vielen Leuten verwendet”, sagte S. am ersten Verhandlungstag am Mittwoch.

Puber lebte in Wien als U-Boot

Der Schweizer kam im vergangenen Jahr unangemeldet nach Österreich und lebte seither als U-Boot in Wien. Um Geld zu verdienen, arbeitete er ab und zu als Security. Im Sommer 2013 wurde er in der Nähe des Cafe Leopold von einem Sicherheitsmann beim Sprühen erwischt. S. bettelte den Security an, ihn nicht zu verraten, er werde den Schaden wieder gut machen. Renato S. hat allerdings dem Mann seinen Namen genannt. Aufgrund dieser Daten sowie durch ein Überwachungsvideo konnte der Schweizer in einer Wiener WG ausfindig gemacht werden.

Versuchte Flucht

In der Wohnung wurden zahlreiche Spraydosen sowie Graffitiutensilien gefunden. Der 30-Jährige flüchtete mit seinem Laptop aufs Dach und wollte den Computer in einem Kamin versenken. Davon hielten ihn die noch Polizisten ab. Auf dem Laptop wurden anschließend zahlreiche Fotos von diversen Graffiti sichergestellt.

(apa/red)

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