Protestwoche gegen Sparpolitik in Portugal

Aus Protest gegen die rigide Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung in Portugal hat der Gewerkschaftsverband CGTP zu landesweiten Protesten aufgerufen. In einer "Woche der Empörung und des Kampfes" will der Dachverband bis Freitag vielerorts die Arbeit niederlegen und Protestmärsche abhalten. Die Gewerkschaft forderte den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Coelho sowie Neuwahlen.


Die Regierung hatte für 2014 den härtesten Sparhaushalt seit 1977 verabschiedet. Vorgesehen sind Einsparungen von 3,9 Milliarden Euro oder 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Vor allem die Bezüge von Staatsbediensteten und Rentnern sollen gekürzt werden.

Dem Budget kommt besondere Bedeutung zu. Bereits in sieben Monaten soll Portugal den Euro-Rettungsschirm verlassen und nach rund drei Jahren finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen. Das CGTP-Vorstandsmitglied Armando Farias rief Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva auf, ein Veto gegen den Sparhaushalt der Regierung für 2014 einzulegen.

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