Proteste gegen Belagerung Arafats

Trotz des von Israel verfügten Ausgehverbots haben mehr als 1.000 Palästinenser in Ramallah gegen die Belagerung des Hauptquartiers von Präsident Arafat protestiert.

Israelische Soldaten feuerten Granaten und mehrere Schüsse ab, um die Menge zu zerstreuen. Verletzte gab es dabei offenbar nicht.

Die Demonstranten riefen über Lautsprecher dazu auf, Solidarität für Arafat zu bekunden, der seit Donnerstag von der israelischen Armee belagert wird. Zugleich äußerten die Kundgebungsteilnehmer ihren Unmut über das seit drei Monaten andauernde Ausgehverbot. Am Montag hatten die Palästinenser bereits einen Generalstreik in den besetzten Gebieten ausgerufen, der auf große Unterstützung stieß. Allein in Gaza gingen mehr als 10.000 Menschen auf die Straße, um gegen die israelische Besatzungspolitik zu protestieren. Am späten Montagabend drangen israelische Soldaten mit 20 Panzern und zwei Hubschraubern in den östlichen Gazastreifen ein. Nach Augenzeugenberichten postierten sie sich in der Nähe der jüdischen Siedlung Nahal Oz. Bewaffnete Palästinenser seien daraufhin ebenfalls in Stellung gegangen, hieß es.

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