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Probleme bei Sanierung: Parlament in Wien wohl erst Ende 2021 fertig

Die Sanierung des Parlaments in Wien schreitet nicht wie geplant voran.
Die Sanierung des Parlaments in Wien schreitet nicht wie geplant voran. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Die Eröffnung des frisch sanierten Parlaments in Wien dürfte sich um ein halbes Jahr verzögern. Die Abgeordneten könnten erst 2022 übersiedeln, anstatt, wie geplant, im nächsten Sommer.
Sanierung des Parlaments

Bei der Sanierung des Parlaments in Wien wackelt die zuletzt angepeilte Rückübersiedlung im Sommer 2021. Das erfuhr die APA aus dem Parlament nach einer Sitzung des Bauherrenausschusses am Donnerstag. Dem Vernehmen nach könnte sich die Fertigstellung des Bauprojekts bis Ende 2021 verzögern. Erst danach könnte die Rückkehr der Büros und Abgeordneten angegangen werden.

Kosten für Sanierung noch im Rahmen

Die mögliche Terminüberschreitung stehe "aufgrund einer aktuellen Information von bauausführenden Firmen" im Raum, hieß es. Nähere Details wurden zunächst nicht genannt. Die für Management und Geschäftsführung der Parlamentssanierung zuständige BIG soll die Angaben der Firmen analysieren und dem Ausschuss im Februar 2020 berichten, ob tatsächlich eine Verschiebung erforderlich wird. Im Plan ist man laut der Aussendung weiter bei den Kosten (die Obergrenze ist per Gesetz mit 352,2 Mio. Euro festgelegt), auch bei den Qualitäten gebe es keine Abweichungen.

Verzögerungen von 6 Monaten

Wie die APA erfuhr, könnte die Verzögerung bis zu sechs Monate betragen, gerechnet vom Juni 2021. Das bedeutet, dass die Fertigstellung eventuell erst Ende 2021 erfolgen würde. Anschließend stünde dann noch die Rückübersiedelung der Abgeordneten und Mitarbeiter an. Ursprünglich hätte das Herbst 2017 gestartete Projekt schon im Sommer 2020 abgeschlossen werden sollen, es handelt sich also nicht um die erste Verschiebung.

Gründe für die Verzögerung sind dem Vernehmen nach u.a. die Komplexität des historischen Bauwerkes. So rechne man etwa bei einem derart alten Gebäude im Vorfeld mit keiner bzw. wenig Asbest-Belastung, im Zuge der Sanierung ergebe sich dann aber etwa, dass bei zwischenzeitlichen Sanierungsarbeiten Asbest eingesetzt worden ist, was nun die Arbeiten verzögere.

(APA/red)

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