Pröll sieht Regierungsarbeit nicht belastet

Vizekanzler Josef Pröll und ÖVP-Spitzenkandidatin Christine Marek
Vizekanzler Josef Pröll und ÖVP-Spitzenkandidatin Christine Marek ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Für ÖVP-Obmann Josef Pröll sind die großen Verluste seiner Partei bei den Wiener Gemeinderatswahlen keine nachhaltige Belastung für die Große Koalition auf Bundesebene.

Auch im Jahr 2009, als die ÖVP bei Landtagswahlen große Erfolge eingefahren habe, sei die Regierungsarbeit dadurch nicht nachhaltig belastet worden, sagte er nach einer Sitzung der Parteispitze am Montagnachmittag. Ratschläge aus der eigenen Partei, in Wien in die Opposition zu gehen, kommentierte er vorerst nicht: “Es gibt viele unterschiedliche Meinungen.”

Pröll betonte, dass es sich bei dem Zusammentreffen der Parteigranden lediglich um die wöchentliche Ministerratsvorbesprechung gehandelt habe. Man habe sich nicht auf die Wien-Wahl konzentriert. Analysen und Beratungen zu den Konsequenzen des ÖVP-Misserfolgs würden erst folgen. Dasselbe sagte auch die Wiener Landesparteichefin Christine Marek beim Verlassen der Parteizentrale in der Lichtenfelsgasse. Zum Vorschlag des Abg. Ferdinand Maier (V), in die Opposition zu gehen, meinte Marek: “Wir werden das alles in den Gremien diskutieren.”

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl zeigte nach der Sitzung klare Präferenz für eine rot-schwarze Koalition in der Bundeshauptstadt. “Ich bin für eine Zusammenarbeit der staatstragenden Parteien, daher werden sie wissen, wo meine Sympathie liegt”, sagte er zu den wartenden Journalisten. JVP-Chef Sebastian Kurz deutete bereits erste Konsequenzen an: Man müsse nun die Wiener ÖVP “neu aufstellen”, es müsse Reformen geben. Diese sollten allerdings unter der derzeitigen Parteichefin Marek stattfinden.

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