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Pressestimmen zur Sperre von Bernhard Kohl

Gesammelte österreichische Pressestimmen zur Doping-Causa Bernhard Kohl:

“Kronenzeitung”: “Höchststrafe! Gestern musste Radsportler Bernhard Kohl für seinen Dopingmissbrauch bei der Tour de France vor der Rechtskommission der Nationalen Anti-Doping-Agentur gerade stehen. Vom Dritten der Tour de France wurden Aussagen über die Hintermänner und deren Namen erwartet, doch diese blieb der 26-Jährige schuldig. Das Urteil: zwei Jahre Sperre! Damit dürfte seine Profikarriere erledigt sein. … Vor der fünfköpfigen Rechtskommission der NADA dürfte dem Dopingsünder die Reue vergangen sein.”

“Kurier”: “Tour de Farce im großen Sitzungssaal. … “Auspacken” schaut offensichtlich anders aus.” Weiter: “Die Falsch-Aussage. … Aber Kohl bleibt Täter. Wenngleich es ihm in den vergangenen Wochen fast gelungen wäre, zum Opfer zu mutieren. Sein tränenreiches Geständnis; die Versicherung, reinen Tisch zu machen; die Ankündigung, alles tun zu wollen, um ein Vorreiter in der Dopingbekämpfung zu werden. Kohl hätte ein Sportheld werden können. Kein gefallener, ein echter. … Die vollmundigen Versprechungen entpuppten sich als Luftblasen. … Kohl hat wochenlang alle an der Nase herumgeführt. Er will Strafmilderung, ohne dafür etwas zu tun. Im Volksmund nennt man das Verarschung.”

“Der Standard”: “Singen? Nicht genügend! … Bei seiner Anhörung gestand der Radsportler mit vielen Worten nichts Neues.”

“Die Presse”: “Bei der Anhörung sei er (Anm.: Bernhard Kohl) “ehrlich” gewesen, habe Beweggründe und Modalitäten der Beschaffung genannt. Das aber macht für die Doping-Jäger keinen Unterschied zu leugnenden, sich mit allen (Rechts-)Mitteln wehrenden Sportlern. Reue allein reicht nicht für die Kronzeugenregelung, ausschließlich Namen und den Dopinghandel belastendes Material hätten eine Strafreduktion bedeutet. Somit steht Bernhard Kohl vor einem Scherbenhaufen.”

“Salzburger Nachrichten”: “Wesentliche Details des Skandals bleiben vorerst im Dunkeln. Er redete zwar, aber er sagte nicht viel aus.” Weiter: “Der letzte Rest an Aufrichtigkeit, den der einst bekennende Dopinggegner Kohl jetzt noch aufbringen könne, wäre es, die Hintermänner zu nennen. … Diesen Rest an Aufrichtigkeit hat Kohl nicht aufgebracht und damit legt sich wohl endgültig und zu Recht der Mantel des Schweigens über ihn. Über den Mann, den manche im österreichischen Radsportverband tatsächlich als Vorkämpfer in Dopingfragen aufbauen wollten, aber auch das ist nur noch eine Pointe in einer Tragikomödie. … Dieses Schweigen hilft nur jenen, die im Milliardengeschäft Doping kräftig abkassieren.”

“Kleine Zeitung”: “Bernhard Kohl hatte mit seinem unter Tränen abgelegten Doping-Geständnis mehrerlei erreicht. Er hat zum einen höchst erfolgreich um Mitleid geheischt. Es war ihm sogar gelungen, aus dem Täter Kohl so etwas wie ein Opfer Kohl zu machen. … Aber in der Zwischenzeit dürfte Kohl mehrere Telefonanrufe und gut gemeinte Ratschläge erhalten haben. Sie werden ihn veranlasst haben, vor den Sportrichtern zu schweigen. … Nach seiner krummen Tour hat er mit einem nicht gehaltenen Versprechen, Hintermänner zu nennen, neuerlich alle belogen und den Radsport weitere Glaubwürdigkeit gekostet.”

“Wiener Zeitung”: “Der verhinderte Kronzeuge. … Bernhard Kohl hat Doping gestanden – nicht weniger und auch nicht mehr. … Umfassend hatte er aufklären wollen, seinen Beitrag zu einem künftig sauberen Sport leisten. … Ganz so umfassend, wie Kohl angekündigt hatte, dürfte seine Aussage dann also doch nicht gewesen sein.”

“Oberösterreichische Nachrichten”: “Höchststrafe: Doping-Gericht ließ sich nicht “verkohlen”. Von Bernhard Kohls Ankündigung, die Hintergründe seines Doping-Vergehens darzulegen und Namen zu nennen, war gestern nichts zu merken. … Wien war für Kohl gestern eine “No-Name-City”.”

“Österreich”: “Doping-Sünder hält seine Dealer geheim. Das groß angekündigte “Geständnis” von Bernhard Kohl wurde zur Farce. … Keine Namen. Was hat Kohl gestern hinter verschlossenen Türen wirklich gesagt? Dass er seine Dopingmittel von “jemandem” bekommen habe – mehr nicht. Keine Namen, keine Bezugsquellen.”

“Tiroler Tageszeitung”: “2:40 Stunden Schweigen.” Weiter: “Reden ja, aber nichts sagen. Schweigen bleibt das Motto im Radsport.”

“Vorarlberger Nachrichten”: “Das Geständnis, mit CERA gedopt zu haben, genügte der Rechtskommission der österreichischen Anti-Doping-Agentur nicht. Kohl muss die zwei Jahre schlucken. Und genau genommen ist er damit gut bedient. Wurde doch Langläufer Jürgen Pinter vom Internationalen Sportgerichtshof für vier Jahre verbannt. … Kohl war vor dem NADA-Gericht zum Schweigen verdammt. Hätte er ausgepackt und Hintermänner genannt, wäre seine Sportkarriere zu Ende gewesen. Nicht nur bei der Mafia, auch im Radprofigeschäft ist für Leute, die “singen” kein Platz.”

 

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