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"Pressekonferenz der Tiere" reloaded: "Gemeinsam für den Klimaschutz" im Wiener Kunsthaus

EU-Abgeordneter Othmar Karas (3.v.R) als "Kormoran", Umweltaktivist Gerhard Heilingbrunner (4.v.R) als "Hirsch", Dompfarrer Toni Faber (L) als "Eisvogel" und weitere Aktivisten am Freitag, 30. Oktober 2020, im Rahmen der Globart-Aktion "Die neue Pressekonferenz der Tiere - Gemeinsam für den Klimaschutz" in Wien.
EU-Abgeordneter Othmar Karas (3.v.R) als "Kormoran", Umweltaktivist Gerhard Heilingbrunner (4.v.R) als "Hirsch", Dompfarrer Toni Faber (L) als "Eisvogel" und weitere Aktivisten am Freitag, 30. Oktober 2020, im Rahmen der Globart-Aktion "Die neue Pressekonferenz der Tiere - Gemeinsam für den Klimaschutz" in Wien. ©APA
Im Wiener Kunsthaus versammelten sich am Freitag grüne Alt-68er und Nachwuchs-"Weltretter", um in einem Hauch von Hippie- und Flower-Power-Flair kombiniert mit jugendlichem Engagement im kunterbunden Pflanzen- und Kulturparadies von Friedensreich Hundertwasser an die legendäre sogenannte "Pressekonferenz der Tiere" im Jahre 1984 zu erinnern und unter dem Motto "Gemeinsam für den Klimaschutz" vor Medienvertretern in die Zukunft zu blicken.
Fotos der Aktion "Gemeinsam für den Klimaschutz"

An der ursprünglichen "Pressekonferenz der Tiere" am 7. Mai 1984 zum Start des Konrad-Lorenz-Volksbegehrens gegen den Bau eines Kraftwerks in den Donau-Auen bei Hainburg hatten unter Anderem Prominente wie Günther Nenning, Freda Meissner-Blau, Peter Turrini, Jörg Mauthe, Josef Cap, Othmar Karas und Gerhard Heilingbrunner in Kostümen teilgenommen. Der überparteiliche Widerstand zog sich quer durch alle politische Lager und wurde von Künstlern und Schriftstellern mitgetragen und bestärkte einige Jahre nach der Verhinderung des Atomkraftwerks Zwentendorf die heimische Umweltbewegung.

Geburtsstunde der modernen Umweltbewegung

"Hainburg ist überall!" appellierte Othmar Karas (ÖVP), heute Vizepräsident des EU-Parlaments und damals als Obmann der ÖVP-Jugend an vorderster Front. Er hatte noch einmal das symbolträchtige Kormoran-Kostüm übergestreift und bekräftigte die weiterhin zentrale Rolle von Natur und Klima. "Uns alle vereint die Zukunft! Wir haben schon viel erreicht - aber noch nicht genug." Neu dabei diesmal: Der Dompfarrer von St.Staphan, Toni Faber, als Eisvogel im blitzblauen Tüll- und Federn-Outfit. "Gott ist im kleinsten Geschöpf gegenwärtig" sagte er und verwies auf die Affinität auf Natur und Umwelt von Franz von Assisi und Papst Franziskus.

Es war die Geburtsstunde der modernen Umweltbewegung und des Engagements quer durch politische Lager: Die Unterschriften-Initiative und die darauffolgende Besetzung der Stopfenreuther Au ab Dezember 1984 durch Aktivisten gilt als Geburtsstunde der österreichischen Umweltbewegung. Der zivile Ungehorsam gegen Politik und Medien verhinderte schlussendlich den Bau des Kraftwerks.

Künstler und Politiker an vorderster Front

An vorderster Front opponierten Günther Nenning (damals SPÖ, später einer der Mentoren der Grünen in deren Gründungsphase), Freda-Meissner-Blau (damals SPÖ, 1986 die erste Vorsitzende der Grünen bzw. Galionsfigur der österreichischen Ökologiebewegung), Hubert Gorbach (damals FPÖ), Künstler Friedensreich Hundertwasser, der Schriftsteller Peter Turrini und der Maler Arik Brauer. Ein überparteiliches Personenkomitee mit Nobelpreisträger Konrad Lorenz an Spitze unterstützte die am Ende erfolgreiche Aktion.

Daran will die Plattform GLOBArt erinnen: Im und am KunstHausWien und dem AKW Zentendorf finden bis Samstag diverse Aktionen im Geist der Ursprünge der heimischen Umweltbewegung statt. Das historische Areal des nie in Betrieb gegangenen Kraftwerks dient als Basis für umfangreiches Programm rund um den Austausch über Gegenwart und Zukunft, möglichst ohne nostalgische Rückschau. Jungen Menschen soll der Austausch mit Wissenschaft, Kunst, und unterschiedlichsten Impulsgebern ermöglicht und eigene Ideen sowie Projekte gefördert werden.

(APA/Red.)

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