Preiserhöhung bei den Wiener Linien: Hamsterkäufe gestartet!

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Ab 1. Juli werden die Preise bei den Wiener Linien wieder erhöht. Da die alten Tickets noch ein Jahr ihre Gültigkeit beibehalten, haben die Grünen bereits zu Hamsterkäufen aufgerufen.

Bei den WienerLinien verzeichnet man in der Tat bereits einen Anstieg der Verkäufe von bis zu 15 Prozent, was das Verkehrsunternehmen jedoch nicht aus der Ruhe bringt.

Wenn die Wiener Vorziehkäufe tätigten, dann sei das Geld eben bei den WienerLinien gebunkert und man könne damit arbeiten, zeigte sich ein Sprecher entspannt: “Wir bekommen, wenn sie so wollen, einen zinsfreien Kredit.” Jeder Kunde könne sich aussuchen, ob er die Variante mit den alten Fahrscheinen wählen wolle: “Jeder wie er will.”

Ein Grund für die Hamsterkäufe der Öffi-Fahrer: Bei früheren Tariferhöhungen behielten alte Fahrscheine lediglich einen Monat lang ihre Gültigkeit und wurden zwei weitere Monate lang in den Vorverkaufsstellen zurückgekauft. Die jetzige Verlängerung auf ein Jahr sei ein Akt der Kundenfreundlichkeit, betont man bei den WienerLinien. Außerdem wolle man Kunden und Mitarbeitern den Umtauschmarathon ersparen. Nach einem Jahr können ungültig gewordene Fahrscheine immer noch im Kundenzentrum unbefristet gegen Zahlung des Aufpreises getauscht werden.

Interessant sei derzeit allerdings, dass auch Fahrscheinarten gebunkert würden, die mit 1. Juli überhaupt nicht verteuert werden, so der WienerLinien-Sprecher. Vor allem der Zwei-Fahrten-Seniorenschein sei derzeit beliebt, obgleich hier der Tarif mit 2,30 Euro stabil bleibe.

Man lehne die Verteuerung der Fahrscheine aus ökologischen und sozialen Gründen entschieden ab, unterstrich indessen die Grüne Verkehrssprecherin Ingrid Puller. “Doch die Wiener können sich noch wehren: Jetzt möglichst viele Tickets zum billigeren Tarif kaufen”, so die Grüne Hamsterempfehlung.

Ab 1. Juli kostet das Ticket für eine Einzelfahrt 1,80 Euro statt bisher 1,70 Euro. Auch das Tagesticket in der Variante der “8-Tage-Karte” steigt von 27,20 Euro auf 28,80 Euro. Die Tarife für Wochen-, Monats- oder Jahreskarten werden hingegen nicht teurer. Die Preiserhöhung wird mit der entsprechenden Tarifanpassung innerhalb des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) argumentiert, die ebenfalls ab Anfang Juli in Kraft tritt.

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