Postler zur Polizei: Erste Kandidaten sollen nach Wien

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Die ersten Post- bzw. Telekombeamten, die zur Polizei wechseln, werden in Wien eingesetzt. Laut Wiener ÖVP-Chef Johannes Hahn wäre ein Einsatz ab 1. September möglich.

Laut dem Wiener VP-Chef gibt es bereits die ersten Freiwilligen, die sich für den Einsatz bei der Polizei gemeldet haben. Der 1. September sei machbar, zumindest für einen Teil der Assistenzpolizisten. Die Verantwortung dafür liege aber bei den zuständigen SP-Regierungsmitgliedern.

Hahn forderte aus diesem Grund Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) auf, sich dafür einzusetzen, dass der “ambitionierte Termin” möglich wird. Häupl solle bei Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und der für die Post zuständige Ministerin Doris Bures (beide S) auf eine rasche Umsetzung drängen. Formal sei das Land Wien hier zwar nicht in Gespräche eingebunden, Häupl sei aber in der SPÖ kein “Nobody”. Er solle darum seinen Einfluss geltend machen, so Hahn.

Die Postler könnten bei der Polizei unter anderem allgemeine administrative Tätigkeiten durchführen oder als “Exekutivassistenten” im Einsatz sein. Auch Tätigkeiten im technischen Dienst sind – bei entsprechender fachlicher Qualifikation – denkbar. Ein entsprechendes Papier des Innenministeriums über mögliche Tätigkeitsfelder wurde am Mittwoch präsentiert.

Die Gewerkschaft unterstützt den freiwilligen Wechsel von Post- und Telekombeamten zur Polizei. Die Zentralausschüsse beider Bereiche begrüßen über die Fraktionen hinweg diese Initiative, erklärte am Mittwoch Hermann Feiner, der Sprecher der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, auf Anfrage der APA. Damit sei die Diskussion über ein Personalagentur für Beamte vom Tisch. Es zeige sich auch, dass die Flexibilität und Mobilitätsbereitschaft der Bediensteten sehr hoch sei. Wenn man es richtig mache, würden die bisherigen Postler eine wirkliche Verstärkung und eine Entlastung für die Exekutive darstellen.

Nach ihrer Dienstzuteilung werden die bisherigen Post- und Telekombeamten in der Sicherheitsakademie eingeschult. Dabei sollen sie zunächst eine Grundschulung erhalten und dann zusätzlich je nach ihrem Einsatzbereich eine modulare Ausbildung. Zudem sollen sie von Mentoren an ihrem neuen Arbeitsplatz begleitet werden, teilte Feiner mit, der auch Vorsitzender des “Forum Sicherheitsverwaltung”, der Standesvertretung der Bediensteten in den Sicherheitsbehörden Österreichs, ist.

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