Post nimmt 24 Stunden-Paketautomaten in Betrieb

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Die Österreichische Post AG hat am Donnerstag in Wien ihre ersten 24 Paketautomaten in Betrieb genommen.

An den neuen Geräten kann man seine Sendungen rund um die Uhr abholen und auch Retourpakete für den Versandhandel aufgeben. Die Post hat in das Pilotprojekt rund 3 Mio. Euro investiert. Bis Mitte 2007 will sie beobachten, wie das neue Service angenommen wird. Nutzen die Kunden die Geräte, sollen in den nächsten größeren Ballungsräumen und womöglich auch noch in Wien weitere Automaten aufgestellt werden, sagte Post-Filialnetz-Vorstand Herbert Götz am Donnerstag vor Journalisten.

Die Post will durch die neuen Automaten Rücktransport- und Lagerkosten am Postamt einsparen. Zusteller werde man aber keine einsparen, versicherte Götz. Es gehe um eine Erhöhung des „Komforts für den Kunden“. Quelle Österreich-Chef Wolfgang Binder glaubt, dass der Versandhandel dadurch neue Kunden gewinnen kann, die während der Öffnungszeiten nicht zum Postamt gekommen sind – etwa Single-Haushalte, Doppelverdiener oder jüngere Menschen, die mit der bisherigen Paketzustellung ihre liebe Not hatten.

Seine Weihnachtspackerl kann man aber noch nicht an die neuen Automaten liefern lassen. Bis Jahresende will die Post ihre Kunden zunächst nur über ein Gewinnspiel mit den neuen Geräten vertraut machen. Wer an dem Gewinnspiel teilnimmt, erhält an den ausgewählten Automaten einen Kalender oder als Hauptgewinn eine Reise. Pakete wird die Post erst ab Jänner in den Automaten hinterlegen. Ziel sind vor allem Versandhändler. Sie werden in Zukunft als Zustelladresse auch die neuen Automatenstandorte zur Auswahl anbieten. Ab Mitte nächsten Jahres wird man dann außerdem bei der Post deponieren, dass sämtliche Pakete in einem Automaten der Wahl hinterlegt werden sollen.

In einen Automaten passen etwa 100 Sendungen. Damit auch sichergestellt ist, dass nur der Empfänger sein Paket aus dem Automaten holen kann, erhält er via SMS oder E-Mail einen Abholcode, den er am Gerät eingeben muss. Bargeldlos, also mit Kredit- oder Bankomatkarte, kann man bei der Paketabholung an den Automaten auch eventuelle Nachnahmegebühren bezahlen. Sollte jemand sein Paket nicht abholen, erhält man nach drei Tagen automatisch eine Erinnerung. Nach fünf Tagen soll das Paket nach dem derzeitigen Stand an den Versender zurückgehen. An einer Möglichkeit zur Verlängerung via SMS wird aber gearbeitet.

Die Geräte sind zum Teil nicht nur beim Postamt, sondern auch an anderen hoch frequentierten Standorten aufgestellt – etwa auf Parkplätzen großer Supermärkte, in Einkaufszentren, bei U-Bahnstationen oder an Tankstellen. Aufgestellt habe die Post die Geräte vor allem in jenen Bereichen Wiens, wo sie bisher die größte Zahl an nicht erfolgreichen Paket-Zustellversuchen registriert habe. „Wo nur Pensionisten wohnen, brauchen wir keine Maschinen“, sagte Götz.

Wo die nächsten Automaten stehen werden und wie viele Geräte die Post längerfristig aufstellen wird, steht laut dem Unternehmensvorstand noch nicht fest. „Wir werden sehen, ob sich das System bewährt und welche Standorte die Richtigen sind“, sagte Götz. Gelernt habe man aus den Erfahrungen aus Deutschland. Dort stehen nach mehrjährigen Anlaufschwierigkeiten mittlerweile bereits 700 Paket-Maschinen – weitere sind in Planung.

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