Post baut um: Mehr Service, weniger Mitarbeiter, weiterer Vorstand

Die Post will mit weniger Mitarbeitern, aber einem zusätzlichen Vorstand künftig ein umfangreicheres Paketservice anbieten.

“Es geht darum, die Post schneller zu machen”, so Wais am Mittwoch nach der heutigen Aufsichtsratssitzung zur APA. Gleichzeitig müssten aber auch die Kosten auf das Niveau der Mitbewerber sinken – oder darunter. So sollen die Zustellbasen stärker in die Brieflogistik eingebunden werden. Weiters wird das Paket-Verteilzentrum Graz nach Kalsdorf verlagert. In den Zustellzentren fallen alleine 360 Mitarbeiter weg.

Gleichzeitig stellt die Post beim Paket auf eine 24-Stunden-Zustellung auch im B2C-Bereich um. Weiters soll es auch Samstags- und Mehrfachzustellung geben – wie dies von den Mitbewerbern schon angeboten wird. Insgesamt will die Post im Geschäftskundenpaket (B2B) einen Marktanteil von 20 Prozent bis zum Jahr 2011 erreichen.

“Das Maßnahmenpaket soll dazu führen, dass das Konzernergebnis 2008 jenes von 2007 nur knapp unterschreiten wird und danach stetig steigen soll. Mit einer geplanten mittelfristigen EBIT-Marge zwischen 7 und 8 Prozent bleiben wir wieder voll auf Kurs. Mit all diesen Maßnahmen und einer Offensivstrategie wird die Post nun zusätzlich vom ,Heger und Pfleger’ auch zum Jäger am Markt”, so Generaldirektor Wais.

Am Hochstand könnte es aber bald eng werden, denn die Post bekommt einen neuen, fünften Vorstand. Er soll für den Bereich Paket & Logistik zuständig sein, derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren. Der neue Spitzenposten ist laut Post-Aufsichtsratschef Peter Michaelis aufgrund des “überaus dynamischen Wettbewerbsumfelds im europäischen Post- und Zustellungsmarkt sowie der gestiegenen Bedeutung der Division Paket & Logistik” notwendig. Bis der Posten besetzt ist wird der Bereich weiterhin von Wais geleitet.

Der Kurs der Aktien der Österreichischen Post AG lag heute am frühen Nachmittag bei 25,34 Euro, ein Minus von 0,47 Prozent zum Vortag. Der Emissionskurs Ende Mai 2006 betrug 19 Euro.

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