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Portugal, mon amour - Kritik und Trailer zum Film

Maria und Jose Ribeiro leben schon seit fast 30 Jahren mit ihrer Tochter in einem kleinen Apartment im Erdgeschoß eines Pariser Wohnhauses aus dem 19. Jahrhundert. Das Emigrantenpaar aus Portugal ist überall beliebt - Maria als Concierge und Jose als Hausmeister sind zu einem Bestandteil des täglichen Lebens der Menschen um sie herum geworden. Umso größer ist da die Überraschung, dass das Paar eine Rückkehr nach Portugal plant. So versucht das ganze Viertel einen Plan auszuhecken, wie man die Familie in Frankreich halten kann. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Der französisch-portugiesische Regisseur Ruben Alves hat eine erfrischende Komödie zum Thema Integration geschaffen. Bleiben oder gehen? Als die Pariser Familie Ribeiro erfährt, dass sie ein Anwesen in der alten Heimat Portugal geerbt hat, gehen die Meinungen erstmal wild durcheinander.

Kurzinhalt zu “Portugal, mon amour”

Eigentlich kommen Vater, Mutter, Sohn und Tochter seit langem prima zurecht in Frankreich. Wenn es da – vor allem bei den Erwachsenen – nicht diese Sehnsucht gäbe: “Portugal, mon amour”. Regisseur und Drehbuchautor Ruben Alves weiß, wovon er erzählt. Er ist selbst ein Kind portugiesischer Einwanderer. Mit seinem autobiografisch inspirierten Spielfilmdebüt ist ihm eine herrlich leichte Sommerkomödie gelungen. Ab Freitag in den heimischen Kinos.Berlin/Wien. Alves spielt lustvoll mit den Klischees, die die Franzosen unterschiedlicher Herkunft im multikulturellen Paris pflegen. Die sich in der vermeintlich stärkeren Position wähnenden Arbeitgeber und Vermieter leben ihre von reichlich Unkenntnis geprägten Vorurteile dabei teils recht großzügig aus. Doch auch wenn Probleme im interkulturellen Zusammenleben anklingen, bleibt der Film heiter – da hätten ein paar ernstere Untertöne gar nicht geschadet.Denn bei näherem Hinsehen wird die freundliche Familie Ribeiro ziemlich ausgenutzt. Mutter Maria ist Concierge in einem herrschaftlichen Haus in bester Pariser Lage. Im Erdgeschoß haben die Ribeiros eine kleine Wohnung. Die Eigentümer, allen voran die blasierte Madame Reichert, behandeln Maria scheußlich herablassend. Und Vater Jose ist Vorarbeiter in einer Baufirma. Sein Chef schätzt ihn sehr – vor allem weil er so viel arbeitet.

Als die Rückkehr-Gedankenspiele der Ribeiros die Runde machen, versuchen aber nicht nur die Franzosen ihre zuverlässigen Angestellten zu halten. Auch die Freunde von Maria und Jose, die anderen Exilportugiesen des Viertels, sind alles andere als angetan. Das Gefühlschaos ist perfekt, als Sohn Pedro ankündigt, er werde auf keinen Fall nach Portugal mitkommen und Tochter Paula enthüllt, dass sie in den Sohn von Papas Chef verliebt ist.

Kritik zum Film

Der französische Originaltitel “Der goldene Käfig” trifft das Dilemma der Familie noch besser. Bevor sie sich darüber klar werden, ob sie ihren goldenen Käfig wirklich für immer verlassen wollen, proben die Ribeiros erstmal den Aufstand im Kleinen und unterlaufen mit urkomischsten Mitteln die Erwartungen ihrer Freunde und Chefs.

Und da kommen sie dann alle mal raus aus ihren scheinbar vorgefertigten Rollen: Die fleißigen, immer hilfsbereiten Portugiesen hauen so richtig auf den Putz und auch die vorgeblich arrogant distanzierten Franzosen lassen die distinguierte Maske fallen. Eine sehr gelungene, warmherzige Komödie mit tollen Schauspielern.

(APA)

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