Portugal, Kroatien und Griechenland bei der WM

Kroaten besiegten Außenseiter Island 2:0
Kroaten besiegten Außenseiter Island 2:0
Cristiano Ronaldo hat bei der großen Show der Fußball-Superstars Zlatan Ibrahimovic in den Schatten gestellt und ist mit Portugal bei der WM in Brasilien dabei. Nach dem 1:0 im Play-off-Hinspiel gegen die Schweden kamen die Portugiesen am Dienstag in Solna auch im Rückspiel zu einem 3:2-Sieg. Wie schon im Heimspiel war Ronaldo der entscheidende Mann, diesmal mit einem Dreier-Pack (50., 77., 79.).


Dabei hatte auch Ibrahimovic (68., 72.) seinen großen Auftritt mit zwei Treffern innerhalb von vier Minuten und ließ die Hoffnungen von Österreichs Ex-Quali-Gruppengegner kurz aufleben. An den Zauber seines Kontrahenten kam aber selbst “Ibrakadabra” nicht heran. Schon beim 1:0 am Freitag hatte Ronaldo den entscheidenden Treffer markiert.

Die Wende schaffte Frankreich. Nach einer 0:2-Niederlage in Kiew setzten sich die “Bleus” gegen die Ukraine dank eines 3:0-Heimerfolgs noch durch. Kroatien und Griechenland fixierten ebenfalls die Teilnahme in Brasilien. Die Kroaten beendeten mit einem 2:0-Heimerfolg die Hoffnungen Islands auf die erstmalige WM-Teilnahme. Die Griechen setzten sich nach einem 1:1 in Bukarest im Play-off-Duell mit Rumänien durch.

Das Duell Ronaldo gegen Ibrahimovic war ein kurzweiliges. Zwar begannen die Hausherren stark, doch dann drehten die Portugiesen auf. Ronaldo vergab bereits vor der Pause einige gute Möglichkeiten. Nach dem Wechsel holten die Iberer nach, was sie zuvor versäumt hatten – und Ronaldo traf.

Der Real-Superstar legte vor, angeführt von Ibrahimovic gelang den Hausherren nach dem 0:1 aber zunächst das Comeback. Nach der 2:1-Führung stand das Spiel plötzlich auf des Messers Schneide. Dann kam es zur großen Ronaldo-Show: Mit einer Gala-Vorstellung im Konter-Fußball machte der Portugiese den Sack zu und Werbung in eigener Sache für die Wahl zum Weltfußballer.

Frankreich wendete unterdessen im heimischen Stade de France das Blatt. Mamadou Sahko (22.), Karim Benzema (34.) und ein Eigentor von Oleg Gusew (72.) bescherten der Grande Nation doch noch die ersehnte Reise nach Brasilien. Erstmals hat eine Mannschaft damit einen 0:2-Rückstand in den europäischen WM-Ausscheidungsspielen wettmachen können.

In Zagreb war Kroatiens Mario Mandzukic der prägende Spieler der ersten Spielhälfte. Nach dem torlosen Remis auf Island brachte der Angreifer des FC Bayern seine Mannschaft mit einem Abstaubertor in der 27. Minute auf Kurs. Kapitän Darijo Srna war für die zum vierten Mal nach 1998, 2002 und 2006 für die WM qualifizierten Kroaten nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff erneut zur Stelle. Der frühere Salzburg-Profi Niko Kovac feierte damit seinen ersten großen Erfolg als kroatischer Teamchef.

Die mit einem 3:1-Polster nach Bukarest gereisten Griechen durften auf Kostas Mitroglou vertrauen. Der Stürmer von Olympiakos Piräus schockte die Hausherren mit seinem Tor in der 23. Minute. Schon im Hinspiel war der in Deutschland aufgewachsene Mitroglou zweimal erfolgreich gewesen. Nach einem Eigentor von Vasileios Torosidis in der 55. Minute kam noch einmal Spannung auf. Griechenland ließ sich die dritte WM-Teilnahme nach 1994 und 2010 aber nicht mehr entgehen.

Insgesamt qualifizierten sich am Dienstag sechs weitere Mannschaften für die WM im kommenden Jahr. Damit sind von 32 Plätzen nur noch zwei frei. Diese werden in den Spielen Uruguay gegen Jordanien (Hinspiel 5:0) und Neuseeland gegen Mexiko (1:5) vergeben.

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