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Popfest Wien vom 26. bis 29. Juli 2018: Breites Programm, neue Locations

Das Programm zum Wiener Popfest 2018 wurde präsentiert.
Das Programm zum Wiener Popfest 2018 wurde präsentiert. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Das Programm zum Wiener Popfest 2018 wurde päsentiert. Rund 60 Bands und Künstler konzertieren von 26. bis 29. Juli am und rund um den Karlsplatz. Mit dabei sind u.a. Kreisky, Naked Lunch, Mavi Phoenix, EsRAP - und Tony Wegas. Zudem sind neue Locations und ein Stefan-Weber-Tribute angekündigt.
Highlights beim Popfest 2017

Der Eintritt zum von der Stadt und Sponsoren finanzierten Festival ist wie gewohnt frei. “Alte Helden und junge Coole”, umriss Musikjournalistin Katharina Seidler, neben Nino Mandl vulgo Der Nino aus Wien Kuratorin der diesjährigen Ausgabe, das Programm bei der Präsentation am Donnerstag.

Mavi Phoenix als Headliner bei der Popfest Eröffnung in Wien

Das zeigt sich schon am Eröffnungsabend im Line-up der Open-Air-Seebühne vor der Karlskirche – dem Herzstück der Spielorte. Dort spielt einerseits die Frauen-Rock’n’Roll-Band Dives und als Headlinerin die elektronikaffine R&B-lerin Mavi Phoenix. Zwischen den Newcomerinnen geben sich die altgedienten Herren von Naked Lunch die Ehre, allerdings ebenfalls mit weiblicher Unterstützung: Als Special Guest haben die Mannen Gustav eingeladen.

Das Programm beim Wiener Popfest 2018

Weiter geht es am Freitag unter freiem Himmel u.a. mit den Wüterichen von Kreisky, die derzeit mit dem Album “Blitz” touren, Ash My Love, den Rockerinnen von Aivery und Pauls Jets, der in seiner Poetik durchaus an den Nino erinnert. Der Samstag steht hauptsächlich im Zeichen des humorbegabten Raps. Kroko Jack – der sich bei “Vadient” an Bilderbuchs “Maschin” samplemäßig bedient hat -, Kreiml & Samurai und die türkischstämmige Rapperin EsRAP, die schon bei der heurigen Festwochen-Eröffnung mitgewirkt hat, stehen am Programm. Den Anfang am Samstag macht aber pauT, der “Eiscreme-Feeling” (Mandl) verbreiten wird.

Neue Konzert-Locations

Neben der Freiluftbühne am Karlsplatz dienen einmal mehr die Red Bull Stage neben der Karlskirche, das Wien Museum sowie die Technische Universität mit dem Kuppel- und dem Prechtlsaal als Konzertlocations. Spielen werden dort etwa David Schweighart, u.a. Schlagzeuger in der Band von Voodoo Jürgens, die zwischen Griechisch, Französisch und Englisch changierende Rapperin AliceD (Mandl: “Auf Englisch rappen ist ja auch nicht einfach, wennst nicht aus Amerika kommst”), Wildes von Franz Fuexe und Schapka, die Protest-Songcontest-Gewinner Lupin oder Tony Wegas, vormals Teilnehmer beim “echten” Songcontest. Für das Engagement von letzterem hat sich Der Nino aus Wien besonders ins Zeug gelegt, wie der deklarierte Fan heute bekannte – denn: “Er reißt die Leute schon mit.”

Zu den schon etablierten Auftrittsräumlichkeiten kommen diesmal zwei neue Popfest-Orte dazu. Einerseits der Karlsgarten neben der Kunsthalle, wo vor allem dem gesprochenen Wort mit Lesungen von Stefanie Sargnagel, Natalie Ofenböck oder Clemens Denk gehuldigt wird. Dort wird auch der Wiener Beschwerdechor performen. Nicht ganz im Einzugsgebiet, aber noch fußläufig, wird zweitens das Theater Akzent in das Festival-Universum aufgenommen. Am Samstag spielen dort der Liedermacher Felix Kramer und der – laut Mandl – “Anti-Folk-Zirkus” von Alicia Edelweiss, bekannt als Akkordeonistin in der Voodoo-Jürgens-Band.

Tribute-Konzert für Hansi Lang und Gedenken an Stefan Weber

Popfest-Mitbegründer Robert Rotifer wies schließlich darauf hin, dass es aus traurigem Anlass noch eine kurzfristige Programmergänzung gegeben habe. So wird des kürzlich verstorbenen “Drahdiwaberl”-Chefs Stefan Weber gedacht – und zwar am Eröffnungs-Donnerstag ab 16.00 Uhr. Im Anschluss an Klaus Hundsbichlers Film “Weltrevolution” mit und über Weber im Stadtkino gibt es dort eine Gesprächsrunde unter dem Titel “Ois gangats um mei Leben”. Des zehnjährigen Todestags von Austropop-Legende Hansi Lang wird indes am Sonntag mit einem Tribute-Konzert im Wien Museum gedacht.

An diesem letzten Spieltag werden traditionsgemäß auch die Pforten der Karlskirche wieder geöffnet, um sie mit ungewohnten Klängen zu bespielen – u.a. von Cellist Lukas Lauermann oder Andreas Spechtl, Sänger von Ja, Panik. Podiumsdiskussionen zu Fankultur oder Branchenentwicklungen (Popfest-Sessions) sowie ein Label- und Vinylmarkt runden das Programm ab.

(APA/Red)

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