"Polska"-Fans erobern Wien

Sightseeing samt Fanoutfit im Mini-Cabriobus oder mit lauten "Polska"-Rufe und Bier durch die Stadt spazieren - die Polen-Fans lieben es auffällig. Bilder 

Mit hohen Zylinderhüten in den Landesfarben rot-weiß und den obligatorischen Schals, Fahnen und Dressen ausgestattet demonstrierten die Fußballanhänger des zweiten EM-Gegenders der österreichischen Mannschaft bereits Stunden vor Matchbeginn ihre Siegessicherheit.

“Wir sind einfach besser”, prahlte ein Fan, der gemeinsam mit fünf Freunden aus Frankfurt und Breslau nach Wien angereist war. Bereits um 9.00 Uhr sei zum Frühstück die erste Bierdose geöffnet worden, beim Spiel am gestrigen Mittwoch habe man fleißig vorgefeiert. Leicht angetrunken wartete das Grüppchen am Nachmittag vor der Fanzone auf den Matchbeginn.

Wegen des selbst aus Polen importierten Biers aus Breslau gab es vorerst noch keinen Einlass. 40 Dosen haben man für den “Start” bei der Herfahrt mit dem Auto nach Wien kommen, erzählte ein junger Bursch, an seinem Bier nippend. Einziger Kritikpunkt, den die jungen Männer an Österreicher bisher gefunden haben: die heimischen Frauen und Mädchen seien zu arrogant.

Die Fanzone selbst war am frühen Nachmittag bereits fest in der Hand der “Polska”-Fans. Über den ganzen Rathausplatz ertönten aus über hundert Kehlen immer wieder fast einstimmig Schlachtgesänge aus Polen. Mit Riesen-Fahnen zogen die Fußballanhänger singend über die Partymeile. Fans aus Österreich oder auch Unterstützer der Mannschaften aus Deutschland und Kroatien, die in Klagenfurt spielen, konnte man vorerst nur vereinzelt entdecken.

Auch in der Innenstadt beherrschten die Polen-Fans das Straßenbild. Prahlerisch wie in der Fanzone war auch hier das Auftreten: Einzelne widmeten sich zwar den Sehenswürdigkeiten der Bundeshauptstadt. An Zebrastreifen stehende, grölende Fußballanhänger oder laut singende mit Dosen winkende Grüppchen waren allerdings eindeutig in der Überzahl.

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