Polizist erschoss Mann - kommt es zu Prozess?

Symbolfoto &copy bilderbox
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Im Sommer 2002 wurde ein Mann von einem Polizist erschossen, der sich mit einer Mineralwasserflasche gegen eine Festnahme wehrte - Straflandesgericht entscheidet, ob es zum Prozess kommt.

Im August 2002 erschoss ein Polizist in der Innenstadt einen Mann, der sich der Festnahme widersetzt hate. Ob es tatsächlich zu einem Prozess kommt, ist jedoch ungewiss, wie ORF on berichtet. Der Mann hatte im Sommer 2002 den Beamten mit einer Mineralwasserflasche bedroht und sich gegen eine Festnahme gewehrt. Daraufhin wurde er von dem Polizisten erschossen.

Wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen wurde im Jänner eine Anklage am Bezirksgericht eingebracht. Diese wurde aber wieder zurückgenommen, da in der Causa das Landesgericht Wien zuständig ist. Dort wurde bislang noch keine Anklage eingebracht.

Darüber hinaus wurden in einem Gutachten der Verteidigung Ausbildungsdefizite beim beschuldigten Polizisten geortet. Der Experte für Schieß- und Einsatztaktik spricht in dem Gutachten davon, dass der Ausbildungsstand des Beschuldigten im Bereich der Einsatztaktik als unzureichend eingestuft wird. Besonders betreffend der mangelhaften Schulung im Teamverhalten.

Diese Ausbildungsdefizite könnten dem Beamten allerdings nicht zum Vorwurf gemacht werden, heißt es im Gutachten. Der Verteidiger geht daher auch im Falle eines Prozesses von von einem Freispruch aus, weil sein Mandant eben nur das getan hätte, was er in seiner Ausbildung gelernt hatte.

Ob es nun tatsächlich zum Prozess kommt, muss die Staatsanwaltschaft am Landesgericht Wien entscheiden.

Redaktion: Elisabeth Skoda

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