Polizei verzeichnet durch neue Einheit erste Erfolge

Ein Negativtrend in der Kriminalität zeigt, dass mehr und mehr Verbrechen von unter 21-Jährigen und Strafunmündigen begangen werden. Das Landespolizeikommando für Wien hat mit der temporären Einrichtung einer „Sonderstreifen- und Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität“ daraufhin reagiert und erste Erfolge erzielt.

Die Einheit nahm ihre Tätigkeit mit 01.10.2008 auf und besteht aus 18 Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen. Seit ihrer Gründung konnten durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gruppe 299 Straftaten geklärt und 107 Verdächtige ausgeforscht, 35 Personen festgenommen und davon 33 dem Landesgericht Wien überstellt werden.

Der Hauptanteil der Delikte liegt beim Diebstahl, wobei unter anderem ein Serientäter ausgeforscht und zur Anzeige gebracht werden konnte. Einen weiteren Großteil der täglich zu bearbeitenden Fälle stellt der Raub, insbesondere Handy- und Straßenraub, dar. Mittlerweile konnten 43 Raubüberfälle, darunter auch schwere Raubüberfälle, bei welchen die jugendlichen Täter bewaffnet waren, geklärt werden.

Markant ist die Altersverteilung der Täter, da auffällt, dass von den 107 ausgeforschten und angezeigten Verdächtigten 57 männliche Personen zwischen 14 und 18 Jahren waren. Die Zahl von weiblichen Verdächtigen beträgt 13 Personen.
Erwähnenswert ist die Ausforschung einer Gruppierung Jugendlicher unter Beteiligung eines 14-jährigen Mädchens, welche als Haupttäterin aufgetreten ist. Die Jugendlichen verübten im Zeitraum September bis Oktober 2008 in wechselweisem Zusammenwirken mehrere Raubüberfälle und diverse kleinere Straftaten.

Die Bundespolizeidirektion Wien weist ergänzend darauf hin, dass die verstärkte Ausforschung jugendlicher Tatverdächtiger nicht nur auf tatsächliche Kriminalitätssteigerung, sondern auch auf die erhöhte Kontrolldichte der auf diesem Gebiet spezialisierten Mitarbeiter zurückzuführen ist. Dazu kommt, dass auch die intensivierte Präventionsarbeit in den Schulen und Jugendeinrichtungen zu verstärkter Anzeigebereitschaft führt. Die Arbeit der „Sonderstreifen- und Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität” wird auch 2009 fortgesetzt. Neben diesen repressiven Maßnahmen setzt die Wiener Polizei weiterhin stark auf Präventivmaßnahmen und den institutionalisierten Kontakt zu Schulen und Jugendeinrichtungen.

 

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