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Polizei schnappte Wiener Supermarkträuber

Soll für mehrere Überfälle verantwortlich sein
Soll für mehrere Überfälle verantwortlich sein ©APA (dpa/Archiv)
Einen 50-jährigen Wiener Supermarkträuber haben Beamte des Kriminalkommissariats West jetzt aus dem Verkehr gezogen. Der Mann soll von Anfang September bis Anfang Oktober sechs Supermärkte und zweimal eine Tankstelle überfallen haben. Geschnappt wurde er, weil ihn ein Justizwachebeamter der Strafanstalt Krems-Stein auf einem Fahndungsfoto wiedererkannte.

Im Juli war der 50-Jährige aus der Haft entlassen worden. Er quartierte sich in der Wohnung der Freundin eines Gefängniskompagnons ein. Innerhalb eines Monats war sein gesamtes, in Justizgewahrsam verdientes Geld aufgebraucht. So versuchte er sich an einem Supermarkt. Weil es so leicht ging, blieben die Lebensmittelgeschäfte seine bevorzugten Ziele.

Der Modus Operandi blieb dabei immer gleich: Er kam kurz vor Kassaschluss, versteckte sich in der Toilette oder im Lager und wartete, bis keine Kunden mehr da bzw. die Angestellten beim Geldzählen waren. Dann kam er hervor, bedrohte die Supermarkt-Mitarbeiter mit einer Pistole und nötigte sie, ihm Geld auszuhändigen und den Tresor zu öffnen. War die Beute komplett, schwang er sich auf sein Fahrrad und flüchtete. Insgesamt soll der Gesamtschaden rund 30.000 Euro betragen. Das Geld benötigte er für seine Spielsucht.

Dass auch zweimal eine Tankstelle in Döbling ausgeraubt wurde, war eher Zufall: Laut Polizei kam der Verdächtige auf dem Weg zu einem Supermarkt bei der Tankstelle vorbei und meinte, dass die sich auch für einen Überfall eigne. Nach dem ersten erfolgreichen Versuch schlug er noch einmal zu. Danach kehrte er aber zu den früheren Objekten zurück.

Ein Fahndungsfoto führte die Ermittler schließlich zu dem 50-Jährigen. Ein Justizwachebeamter erkannte den Mann und verständigte die Exekutive. Die Polizisten wurden schließlich bei einem früheren Haftkollegen fündig.

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