Polizei räumte Migrantenlager nahe spanischer Exklave

Sturm auf die spanische Exklave Melilla
Sturm auf die spanische Exklave Melilla
Nach einem neuen Massenansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave Melilla haben marokkanische Sicherheitskräfte mehrere Lager von Migranten in der Umgebung geräumt. Wie die offizielle Nachrichtenagentur MAP am Mittwoch unter Berufung auf das Innenministerium berichtete, begann die Polizeiaktion bereits am Vortag in den Wäldern nahe der Ortschaft Nador.


Laut spanischen Medien waren Hunderte Menschen betroffen. Nach Räumung der Lager wurden demnach die zurückgelassenen Gegenstände verbrannt.

Am Dienstag war es mindestens 35 Menschen gelungen, von Marokko aus die sechs Meter hohen Grenzzäune zu überwinden und in die EU zu gelangen. Hunderte hatten es versucht. Im Juni 2014 waren an der Grenze engmaschige, als “unüberwindbar” geltende Zäune errichtet worden. Die Migranten benutzen deshalb häufig Kletterhaken und Schuhe mit Nägeln an den Sohlen.

In der Nähe der beiden spanischen Exklaven Melilla und Cueta leben Tausende notleidende Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara und harren auf eine Gelegenheit, nach Europa zu gelangen. Nach Schätzungen handelt es sich um 30.000 bis 80.000 Menschen. Marokko hatte erst am Montag die Auflösung vieler dieser Lager angekündigt.

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