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Polizei legte Einbrecherbande das Handwerk

Symbolfoto &copy Bilderbox
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Wie bei einem Dominospiel haben Wiener Kriminalisten einer Einbrecherbande Steinchen für Steinchen das Handwerk gelegt - Schaden von mindestens 250.000 Euro angerichtet - Täter bedienten sich am hellichten Tag in ÖBB-Warenlager.

Mit 27 Beteiligten und einer Schadenssumme von mehr als 250.000 Euro waren die vor allem aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden Täter überaus aktiv. „Die Haupttäter haben eine enorme kriminelle Energie entwickelt“, meinte heute, Mittwoch, Mag. Josef Koppensteiner, Leiter des Kriminalkommissariats West.

Ausreißerin brachte Ermittlungen ins Rollen

Begonnen hatte alles mit einer 17-jährigen Ausreißerin, die im Jänner routinemäßig befragt wurde. Das Mädchen war vergewaltigt worden – und hatte selbst an zwei Raubüberfällen mitgewirkt. Dabei war u.a. eine 65-jährige Behinderte brutal niedergeschlagen worden. Aber auch bei zwei Einbrüchen war die junge Frau beteiligt – und sie wusste die Namen der Täter.

Nun begannen intensive Ermittlungen, bei denen der lose verbundenen Bande nicht nur 45 Pkw-Einbrüche, sondern vor allem massive Diebstähle am ÖBB-Nordwestbahnhof nachgewiesen werden konnte. In sieben Monaten hatten sich die Kriminellen des Öfteren in den dortigen Warenlagern bedient. Der Sohn eines Spediteurs und ein Fahrer des Unternehmens wussten ihre Fachkenntnis kriminell zu nutzen. Sie fuhren am hellichten Tag vor und schafften so Fernseher, Flachbildschirme, Küchengeräte und -maschinen im Wert von rund 200.000 Euro auf die Seite.

Heiße Ware ging weg wie warme Semmeln

Das unverschämte Vorgehen blieb im Trubel völlig unbemerkt, der Warenschwund allerdings nicht. Hier lobte Koppensteiner den ÖBB-Ausforschungsdienst: „Es war ein Vergnügen, mit ihnen zusammen zu arbeiten.“ Von der heißen Ware konnten jedoch nur mehr Geräte im Wert von 33.000 Euro bei Hausdurchsuchungen sichergestellt werden – den Rest hatten Hehler bereits an den Mann gebracht.

Insgesamt wurden von der Polizei 27 Anzeigen erstattet. Von den zehn Haupttätern im Alter von 17 bis 30 Jahren befindet sich noch einer auf der Flucht. Die neun anderen Verdächtigen wurden dem Gericht eingeliefert. Die Männer waren teilweise gleich geständig, andere ließen sich ein wenig bitten, während sich einige auch trotz eindeutiger Beweise lieber weiterhin stur stellen.

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