PMU Salzburg: Erste Studierende beenden Ausbildung

Salzburg - An der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg (PMU) schließen dieser Tage die ersten Studierenden ihre Ausbildung ab. Nach den letzten Prüfungen werden voraussichtlich 38 Absolventen bei einem Festakt am 18. Juli ihre Promotionsurkunde erhalten, so Rektor Herbert Resch.

Vor fünf Jahren hat der erste Jahrgang der privaten Medizinausbildung mit 42 Studierenden begonnen. Von den Absolventen wird nur ein kleiner Teil in Salzburg bleiben und sich um die Turnusausbildung bewerben. Zwei Studierende haben Forschungsstipendien an Universitäten in den USA erhalten, andere wechseln zu Ausbildungsplätzen in Deutschland oder der Schweiz oder interessieren sich für medizinische Projekte in Afrika, sagte Resch.

Die Studierenden haben in den vergangenen fünf Jahren rund 8.300 Ausbildungsstunden absolviert. An anderen Medizinuniversitäten in Österreich sind 6.500 Stunden vorgesehen. Die Anerkennung der Ausbildung durch die EU und einige deutsche Bundesländer sei mittlerweile erfolgt, ist Resch zufrieden. In den vergangenen Monaten hatte es damit noch Probleme gegeben.

“Ich glaube, wir haben den Testlauf bestanden”, zog Resch eine erste Bilanz. Zufrieden ist der Mediziner auch mit der Entwicklung der PMU insgesamt. Das heurige Studienjahr ist das erste im Vollbetrieb mit 210 Studierenden in fünf Jahrgängen. Nach dem Aufbau der Lehre will sich die PMU nun auf den Forschungsbereich konzentrieren. “Wir wollen unsere Forschungsquote deutlich erhöhen”, gibt Resch als Ziel vor. In den kommenden Wochen wird eine Stiftungsprofessur des Landes für das Fach molekulare Regenerationsmedizin besetzt werden. Außerdem wird ein Simulationszentrum für die medizinische Aus- und Fortbildung eröffnet.

Die PMU verfügt derzeit über ein Jahresbudget von 7,6 Millionen Euro. Je ein Viertel kommt dabei aus Mitteln der öffentlichen Hand, von Sponsoren, aus Studiengebühren (9.000 Euro pro Jahr und Person) sowie aus Einnahmen aus postgradualen Weiterbildungsangeboten. Zum Start der Privatuniversität vor fünf Jahren sah die Verteilung noch anders aus: Ein Drittel kam von der öffentlichen Hand, zwei Drittel wurden mit Sponsorengeldern und Studiengebühren finanziert. Resch ist stolz darauf, dass etwa ein Drittel der Studierenden Stipendien zur Reduktion der Studiengebühren erhalten. “Wir haben die gleiche soziale Verteilung wie öffentliche Universitäten”, tritt er dem Klischee, die Privatuniversität sei nur etwas für gut betuchte Studierende, entgegen.

“Meine größte Sorge war die klinische Ausbildung und die damit verbundene Zusatzbelastung für die Lehrenden”, sagte Resch im Rückblick. Das funktioniere gut. Mittlerweile verfüge die PMU über 250 Lehrende, die sich mit ihrem Wissen in die Ausbildung einbringen. Besonders die Zusammenarbeit mit anderen Lehrkrankenhäusern habe sich bewährt. “Die Studierende gehen gerne hinaus in die Praxis und lernen unterschiedliche Abteilungen und Spitäler kennen”, sagte Resch.

Für das nächste Studienjahr haben sich 580 Kandidaten um die 42 verfügbaren Studienplätze beworben. Die PMU setzt bei der Aufnahme auf ein strenges und aufwendiges Auswahlverfahren. Jene Bewerber, die einen Platz erhalten, würden dann aber über die fünf Jahre intensiv betreut, erklärte Resch.

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