Platter: Gewalttäter "im Promille-Bereich"

Innenminister Günther Platter (V) erwartet zur EURO 2008 in Österreich "mehr als 99 Prozent friedliche Fans", die Gewalttäter seien "im Promille-Bereich.

Das erklärte er in einer Pressekonferenz am Freitag in Innsbruck. Im Vorfeld der Fußball-EM sei es bisher zu fünf Zurückweisungen an der österreichischen Grenze in der Steiermark und in Tirol gekommen. Es habe sich nicht um Hooligans, sondern um fremdenpolizeiliche Maßnahmen gehandelt.

Platter warnte davor, Ängste zu schüren. Es gebe keinen einzigen Hinweis auf einen Terroranschlag. Insgesamt 27.000 Polizisten sind während der Fußball-EM in Österreich im Einsatz, darunter 180 “szenekundige” Beamte, berichtete der Innenminister. Die Innsbrucker Exekutive wird von Kollegen aus den Spielerländern unterstützt: Jeweils elf Polizisten kommen aus Spanien und Russland, 15 aus Schweden. Zudem versehen 254 deutsche Beamte in der Tiroler Landeshauptstadt ihren Dienst. Sie hätten die gleichen Hoheitsbefugnisse wie die österreichische Exekutive, erklärte Platter.

Rund 1.760 Polizisten, darunter etwa 260 Frauen, sind in Tirol speziell für die EURO abgestellt. 1.100 von ihnen sind in und um Innsbruck stationiert. Man verfüge über 500 Fahrzeuge, vier Hubschrauber, 1.800 Funkgeräte, 2.000 PCs und 600 Mobiltelefone, berichtete Landespolizeikommandant Oskar Gallop. Bei Bedarf stünden vier Psychologen bereit. Das Stadion in der Landeshauptstadt, die Fan-Zonen und der Flughafen würden mit Hilfe von 200 Kameras überwacht, so Gallop. Im Regeldienst werde es zu keinen Beeinträchtigungen kommen.

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