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Planetarium: Echte Stars am Himmelszelt

Bild: Planetarium Wien
Bild: Planetarium Wien
Am künstlichen Sternenhimmel des Wiener Planetariums gibt es demnächst echte Stars zu bestaunen: Ab 10. Februar macht die Laser-Show „Queen Heaven“ der britischen Bandlegende Queen ebendort Station.

Das multimediale Spektakel steht vorerst ein halbes Jahr lang täglich auf dem Spielplan. Die dafür notwendig gewordenen Umbauarbeiten waren allerdings beachtlich.

Da die Techniken der Planetarien weltweit miteinander nicht kompatibel sind, muss die Show bei jedem Schauplatzwechsel neu adaptiert werden. Für die Visualisierungen der Videosequenzen, Panoramen und Effekte wurde beispielsweise ein eigener Showlaser eingebaut, wobei die Laserbank mit 35 Kilowatt im Keller des Planetariums untergebracht ist. Von dort gehen vier optische Lichtleitfasern zu vier Scannern in der Kuppel. Weiters wurden 20 Reflexions- und Effektspiegel, zwei zusätzliche Videoprojektoren und eine Wasserkühlung montiert.

Für das Abspielen des Spektakels steht eine eigens entworfene Showsteuerung in Betrieb, insgesamt 2.000 bis 3.000 Meter Kabel wurden in tage- und nächtelanger Arbeit verlegt. Der Sound kommt aus einer 5.1 Surround-Anlage, mit der sich die Kuppel mit 20 Metern Durchmessern mehr als ausreichend beschallen lässt, wie man auf Anfrage der APA im Planetarium, das über 223 Sitze und zehn Rollstuhlplätze verfügt, mitteilte.

Die Uraufführung von „Queen Heaven“ fand im Dezember 2001 im Münchner Forum der Technik statt, seit November 2002 läuft die Show zusätzlich im Zeiss-Planetarium Jena und gastierte mittlerweile auch in Nürnberg. Mit rund 300.000 Zuschauern ist dieser audiovisuelle Querschnitt durch den Hitkatalog von Queen die weltweit erfolgreichste Aufführung dieser Art. Höhepunkt der rund 70-minütigen Darbietung mit teils unveröffentlichtem Material ist die Remix-Version von „Bohemian Rhapsody“. Hierbei ermöglicht die Soundtechnik eine akustische Erschließung von Klangräumen, die zwar immer schon vorhanden waren, aber in Stereo nicht zum Vorschein kamen.

Gitarrist Brian May, der als studierter Astronom an der Entwicklung der Show federführend beteiligt war, kann der Premiere wegen Tourneevorbereitungen für die „Queen + Paul Rodgers“-Tour in den USA nicht beiwohnen. Dafür fungiert Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska als Schirmherrin.

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