Planet der Affen - Revolution - Trailer und Kritik zum Film

"Planet der Affen" entwickelt sich immer mehr zu einer der erfolgreichsten Filmreihen der Kinogeschichte: Nach den ersten fünf Teilen zwischen 1968 und 1973 sowie Tim Burtons Solowerk 2001 findet die aktuelle, 2011 mit "Prevolution" gestartete Reihe mit "Revolution" nun ihre Fortsetzung - und stellt die rasante Entwicklung der Motion-Capture-Technik unter Beweis. Alle Spielzeiten auf einem Blick

Ab Donnerstag im Kino. So natürlich sieht man Affen sonst nur im Zoo – oder in der freien Wildbahn selbstverständlich: Den Filmemachern rund um Regisseur Matt Reeves, der den abgesprungenen Kollegen Rupert Wyatt aus Teil 1 ersetzt, gelingt durch die Erfassung der Bewegungen des erfahrenen Kunstfigurdarsteller Andy Serkis (Gollum aus “Herr der Ringe”) eine beeindruckende Animation der Menschenaffen.

Planet der Affen – Revolution – Geschichte

Am naturalistischsten sind hierbei erneut die Orang-Utans dargestellt. Überzeugen kann “Revolution” allerdings bei weitem nicht nur mittels technischer Spielereien, sondern auch mit einer durchaus ambitionierten Parabel über Gewalt, Macht und Misstrauen.

Vor zehn Jahren hat der am Ende von “Prevolution” freigesetzte Virus einen Großteil der Menschheit ausgerottet. Die Überlebenden hausen in den Ruinen ihrer einstigen Zivilisation in San Francisco. Auf einer Erkundungsexpedition in die Wälder, um ein altes Wasserkraftwerk zu reaktivieren, treffen die Menschen mit dem dort lebenden Menschenaffenvolk zusammen, das sich um Caesar (Andy Serkis) geschart hat. Diese unterhalten sich in einer Mischung aus Affenlauten und der Zeichensprache, die Caesar ihnen beigebracht hat, und können im Gegensatz zum Homo Sapiens höchstzufrieden ohne Strom leben. Ältere Affen erteilen den jüngeren Unterricht, die Primaten haben gelernt, auf Pferden zu reiten und mit diesen auf Jagd zu gehen.

Das Misstrauen auf beiden Seiten ist groß, doch Malcolm (Jason Clarke) erreicht an der Seite von Ellie (“Felicity”-Star Keri Russell) mit Caesar eine Übereinkunft zur Koexistenz – bis die Extremisten auf beiden Seiten zur Gewalt hetzen. Einerseits macht der menschliche Anführer Dreyfus (Gary Oldman) die Affen für die Katastrophe seiner Spezies verantwortlich, andererseits intrigiert Schimpanse Koba, der dem friedliebenden Caesar untersteht, die Menschen mehr als die Affen zu lieben. Letztlich läuft alles auf einen Kampf um die endgültige Vorherrschaft hinaus und die Stimmen des Friedens verstummen in der bitteren Logik von Gewalt und Gegengewalt.

Planet der Affen – Revolution – Kritik

Mit der Buchvorlage des Franzosen Pierre Boulle hat die aktuelle “Planet der Affen”-Reihe nur mehr wenig zu tun, dafür rückt der mittlerweile achte Film seiner Art grundsätzliche Fragen in den Mittelpunkt. Letztlich kämpfen hier zwei Männer darum, den Frieden zu wahren und für die althergebrachten gemeinsamen Werte Familie und Heimat als wesentliche Parameter des Glücks einzustehen, die speziesübergreifend gelten. Dieser Vertrauensbasis stehen hingegen die altbekannten Scharfmacher und die Kettenreaktionen entgegen.

Die moralischen Diskursaspekte drohen zwar immer wieder in bombastischer Action unterzugehen, dennoch bleibt “Revolution” stets dunkel, verzichtet auf coole Sprüche vor dem Töten oder kalmierende Gags. Und auch in der Filmmusik ist man näher an Jerry Goldsmith’ legendären Soundtrack zum Original aus 1968 als zuletzt. Alles in allem beste Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Affen-Reihe, deren nächster Teil 2016 in die Kinos kommen soll. Ob dann auf Prevolution und Revolution im Titel Evolution folgt?

(APA)

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