Pflichtsieg für Austria Magna nötig

Am 9. September nach der achten Runde hat Austria Magna gegen Altach erstmals in dieser Fußball-Bundesliga-Saison die Rote Laterne umgehängt bekommen. Jetzt kommt die Revanche im Heim-Stadion - da muss ein Pflichtsieg her!

Damals führte ein 0:1 im Ländle gegen SCR cashpoint Altach zum Absturz. Vor der 18. Runde am Samstag ist der Meister wieder Letzter und der Neuling wieder der Gegner. Für das Wiedersehen im Wiener Horr-Stadion hat der Titelverteidiger Revanche angekündigt.

„Wir spielen zu Hause, das ist ein Sechs-Punkte-Spiel, da muss ein Pflichtsieg her“, sagte Austria-Coach Georg Zellhofer, der aber weiß, dass der Gegner offensiv, läuferisch und körperlich stark ist sowie frisch nach vorne spielt. Freilich blieb ihm andererseits auch nicht ganz verborgen, dass der Aufsteiger die bisher meisten Treffer aller Liga-Vereine (31 in 17 Spielen) kassiert hat und seit drei Partien sieg- und torlos ist.

Der Einsatz seiner Truppe, die ebenfalls drei Runden nicht mehr gewonnen hat, müsse stimmen und die Fans müssten von Beginn an hilfreich hinter den Hausherren stehen. Und von den Routiniers wie Tokic und Blanchard erwartet Zellhofer, dass sie die jungen Spieler führen. Denn die Austria muss nach acht Ausfällen (Vachousek, Kiesenebner, Lasnik, Wimmer, Radomski, Schiemer, Schicker, Pichlmann) mit dem letzten Aufgebot antreten muss.

Daher rückten Metzer, Ulmer, Koller, Schragner und vielleicht Saurer in den Kader auf. „Es könnte sogar sein, dass wir nicht 18 Spieler auf dem Blankett stehen haben“, sagte Zellhofer über seine Personalnot. Fast wäre auch noch Blanchard ausgefallen, der am Dienstag im Training mit Kiesenebner so fürchterlich zusammengestoßen ist, dass Blut spritzte. „Jocelyn hat ein Cut erlitten, es hätte viel schlimmer ausgehen können. Das hätte zu unserer Situation gerade noch gepasst“, meint Zellhofer.

Trotz des letzten Aufgebots ist der Oberösterreicher überzeugt, dass die Qualität seinen Kaders noch immer stark genug ist, um den zweiten vollen Erfolg nach dem 4:1 zu seinem Amtsantritt (28. Oktober daheim 4:1 gegen Wacker Tirol) zu landen. „Wir brauchen Punkte, wollen Altach schlagen, dann sieht es wieder etwas besser aus“, so Zellhofer, der vor sieben Spielen in den kommenden 24 Tagen in jedem Training besonders Standardsituationen üben ließ.

Aber auch sein Kollege aus dem Ländle hat personelle Probleme. Michael Streiter muss mit Torjäger Leonardo sowie Muhr, Mattle, Atav, Schmid fünf Mann vorgeben. „Wir starten mit einem Punkt und wir werden versuchen, diesen aus Wien mitzunehmen“, sagte der Tiroler mit Austria-Vergangenheit. Doch Streiter will insgeheim mehr. „Die Austria-Spieler sind in den Köpfen verunsichert, wir wollen dafür sorgen, dass dies länger so bleibt. Es liegt an uns“, so Streiter. Seine Mannschaft müsse so wie in Innsbruck (1:0 gewonnen) auftreten. „Da haben wir in der ersten Hälfte ein Riesenspiel gemacht. Meine Spieler verstecken sich auswärts nicht, sondern sie suchen die Entscheidung“, lässt der Feldherr die Taktik anklingen.

Sollte Altach aber verlieren, könnte die Austria zumindest für einen Tag die Rote Laterne an den Lokalrivalen Rapid übergeben und mit den sechstplatzierten Vorarlbergern gleichziehen. Die Hütteldorfer spielen erst am Sonntag in Salzburg gegen Red Bull. Dass die pechschwarze Serie der Grünweißen (seit Oktober 2005 in der Fremde sieglos) ausgerechnet gegen den souveränen Spitzenreiter endet, ist auf Grund des derzeitigen Kräfteverhältnisses wohl nicht zu erwarten.

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