Pflichtausbildung für private Securities gefordert

Unklares Berufsbild
Unklares Berufsbild ©APA (Archiv/Gindl)
Privaten Sicherheitskräften fehlt es an Ausbildung, eine unzureichende Rechtslage sorge für jede Menge Unklarheiten. Mit dieser massiven Kritik hat die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) in der Gewerkschaft vida am Dienstag in Wien dringende Verbesserungen wie eine verpflichtende Ausbildung und ein einheitliches Berufsbild für den wachsenden Berufszweig gefordert.

Immer mehr “Bewacher” – derzeit rund 9.000 österreichweit – würden für verschiedene Zwecke bei Massenveranstaltungen, vor Banken, in Discos eingesetzt, sagte FCG-Vorsitzender und ÖGB-Vorstandsmitgleid Alfred Gajdosik. Das Problem: Sie müssen Maßnahmen setzen, seien vor dem Gesetz aber ungelernte Amateure mit keinerlei Rechten.

“Es gibt kein Berufsbild und auch keine qualifizierte Ausbildung”, kritisierte Gajdosik. Was eine private Sicherheitskraft lerne und wie weit diese bei ihrer Arbeit gehen dürfe, werde von den Unternehmen individuell vorgegeben: “Jeder von ihnen kocht hier sein eigenes Süppchen”, betonte der Gewerkschafter. “Hier brauchen wir ein einheitliches, EU-weites Berufsbild.” Auch ein eigener Kollektivvertrag für Sicherheitsfachkräfte wäre dringend notwendig.

Gefordert wurde weiters die Umsetzung des im Regierungsprogramm vorgesehenen Sicherheitspakets, das laut Gajdosik wegen des enormen Zuwachses im privaten Sicherheitssektor dort verankert wurde. Die Rede sei von notwendigen Vorgaben für die Aus- und Weiterbildung. Die Gewerkschaft selbst denkt dabei eine einheitliche Schulung in vier Modulen von Basiswissen wie Erste Hilfe und Brandschutz über Kommunikations- und psychologische Schulungen bis hin zu Ausbildungen im Bereich Waffen- und Sprengstoffeinsatz. Die höchste Qualifikation sei für Flughafen-Sicherheitspersonal sinnvoll, erklärte Gajdosik. Denkbar wäre auch ein Lehrberuf im Sicherheitssektor.

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