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Pfarrer gegen lateinische Messen

Es rappelt weiter in der katholischen Kirche: Scharfer Protest gegen die vom Vatikan verfügte Freigabe des alten römischen Messritus kommt von der „Pfarrer-Initiative“.

„Die Anliegen einer Minderheit in der Kirche werden hier in einem Ausmaß akzeptiert und aufgenommen, wie es den von breiten Mehrheiten im Kirchenvolk getragenen Anliegen noch nie zuteil geworden ist“, heißt es in einer Aussendung der von 300 katholischen Priestern unterstützten Initiative, die vom früheren Caritas-Direktor Helmut Schüller geleitet wird.

Grund für die Kritik: Laut dem päpstlichen Dokument „Summorum Pontificum“ haben Pfarrer der Bitte von Gläubigen, die Messe nach dem alten Ritus zu feiern, „bereitwillig aufzunehmen“. Sollten die Pfarrer dies verweigern, ist eine Beschwerde beim zuständigen Bischof vorgesehen. Der Bischof wird „nachdrücklich ersucht, ihrem Wunsch zu entsprechen“. Tut er das nicht, ist eine Beschwerde bei der päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ möglich.

Die „Pfarrer-Initiative“ lehnt das ab und kritisiert, dass damit Pfarrer angehalten werden, den Gottesdienst in zwei deutlich unterschiedlichen Riten zu feiern. Schüller fordert eine offene Diskussion dieser Frage, ebenso wie die „offene Behandlung der neuerlichen scharfen Abgrenzung unserer Kirche zu den anderen christlichen Kirchen“: „Statt immer wieder festzustellen, was die Kirchen voneinander trennt, sollte ebensolche Mühe für die Darstellung und Förderung dessen, was uns schon verbindet, und für die Überwindung des noch Trennenden aufgewandt werden.“

Im Ö1-Mittagsjournal am Freitag legte Schüller noch einmal nach und warnte vor einem Stillstand in der Ökumene: „Wenn immer nur betont wird, warum Einheit nicht geht, dann liegt der Verdacht nahe, dass diese gar nicht mehr versucht wird.“ Eine neuerliche Kirchenspaltung müsse vermieden werden: „Spaltungen sind nicht mehr leicht rückgängig zu machen und haben schon in der Geschichte viel Unheil angerichtet.“

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