Peter Morgan verfasste Drehbuch über Niki Lauda

Peter Morgan arbeitet an einem Drehbuch über das Duell James Hunt gegen Niki Lauda.
Peter Morgan arbeitet an einem Drehbuch über das Duell James Hunt gegen Niki Lauda. ©APA
"Peter Morgan ist ein kompetenter Mann", da ist sich Niki Lauda sicher. Gut also, dass es der britische Stardrehbuchautor ist, der ein Skript über den legendären österreichischen Formel-1-Rennfahrer verfasst hat.
Jude Law präsentiert Morgan-Film in Wien

Lauda ist ein faszinierender Charakter”, hatte Morgan am Dienstag vor Journalisten gesagt. “Gestern habe ich das Drehbuch abgegeben – ich hoffe, dass es bald zustande kommt.” Niki Lauda selbst war in den Prozess des Drehbuchschreibens involviert, wie er heute, Donnerstag, gegenüber der APA bestätigte.

Duell mit James Hunt im Jahr 1976 soll Thema des Lauda-Films sein

Vor drei Monaten sei Morgan auf ihn zugekommen, “zwei, drei Mal” habe er den in Wien lebenden Autor bereits getroffen, “aber die Hauptarbeit steht noch vor uns”. Laut Lauda sei man gerade dabei, “die rechtlichen Dinge zu klären”. “Wenn das alles erledigt ist, ist es meine Aufgabe, Peter die Infos dazu zu geben, was sich damals abgespielt hat”, so der 62-Jährige. Nicht sein Lebenslauf, sondern nur eine Episode ist Plot des Drehbuchs: die Rivalität mit dem englischen Fahrer James Hunt in der Rennsaison 1976. “Hunt und ich waren damals der dominante Teil des Rennjahres”, so Lauda. Der Österreicher lag Anfang der Saison weit in Führung, bis sich am 1. August der schreckliche Feuerunfall am Nürburgring ereignete. Nur sechs Wochen später saß Lauda wieder im Rennwagen; im letzten Saisonrennen gab er in Fuji auf und schenkte damit Hunt den Sieg, der mit nur einem Punkt Vorsprung die Weltmeisterschaft gewann. “Hunt war damals im wahrsten Sinne des Wortes mein Rivale”, so Niki Lauda: “Aber er war mir noch der Liebste von damals, obwohl wir alle vom Egoismus getrieben waren.”

Niki Lauda ist von Peter Morgans Qualitäten überzeugt

Wie Lauda im APA-Gespräch betonte, wolle er sich nicht zu sehr in die weitere Entwicklung des Projekts einmischen. “Ich bin kein Experte darin, wie man einen Hollywoodfilm macht. Ich weiß nur, dass Peter Morgan wirklich für Qualität steht.” So vertraue er auch darauf, dass Morgan “um sich herum den richtigen Regisseur und die richtigen Produzenten scharen wird”. “Die Queen” und “Frost/Nixon”, zwei Filme nach Drehbüchern Morgans, habe Niki Lauda gesehen. Dass diese beinahe zu Oscar-Ehren gekommen seien, spreche für sich.

Morgan zeigt schon vor Lauda-Film gute Leistungen

In “Die Queen” sezierte er das englische Königshaus, in “Frost/Nixon” zeigte er Ex-US-Präsident Richard Nixon im fesselnden TV-Duell und in “Der letzte König von Schottland” porträtierte er den ugandischen Diktator Idi Amin. Derzeit wird Morgans Skript zu “360”, einer Variation von Arthur Schnitzlers “Reigen”, verfilmt. Seit Mittwoch dreht Regisseur Fernando Meirelles das internationale, von Dor Film koproduzierte und u.a. von ORF, Österreichischem Filmfonds (ÖFI), Film Location Austria und Wiener Filmfonds kofinanzierte Projekt in Wien. Vor der Kamera stehen Jude Law, Moritz Bleibtreu und Johannes Krisch

 

(apa/red)

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