Pestsäule wird renoviert

Pestsäule am Wiener Graben &copy APA
Pestsäule am Wiener Graben &copy APA
Umwelteinflüsse haben die "Dreifaltigkeitssäule" - wie die Pestsäule offiziell heißt - stark mitgenommen. Jetzt wird die bekannte Sehenswürdigkeit am Graben umfassend saniert. Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober 2005 abgeschlossen werden.

Den Startschuss dazu gaben am Donnerstag der für Stadterneuerung zuständige Stadtrat Werner Faymann und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (beide S). Umwelteinflüsse haben die Oberfläche der Skulptur in den vergangenen Jahren deutlich beeinträchtigt. Die Gesamtkosten der Sanierung betragen rund 360.000 Euro.

„Die Sanierung der Pestsäule ist notwendig geworden, weil ständige Umwelteinflüsse dem Denkmal stark zugesetzt haben: Die Säule hat zahlreiche Risse, bei den Figuren fehlen bereits kleinere Teile und auch die oben abschließende Metallkonstruktion weist Schäden auf“, erklärte Faymann.

Bedeutende Wiener Sehenswürdigkeit

Die Pestsäule sei im Stadtbild nicht mehr wegzudenken, so der Ressortchef weiter. „Die Wiener werden zufrieden sein, wenn sie wieder im alten Glanz erstrahlt“, verwies er auf den geplanten Abschluss der Sanierungsarbeiten Ende Oktober 2005. Jedes Vierteljahrhundert sei eine Renovierung des exponierten Denkmals notwendig. Zuletzt wurde dies 1981 unternommen. Die Kosten für die Sanierung werden vorwiegend aus Mitteln des Altstadterhaltungsfonds zur Verfügung gestellt.

„Die Renovierung der Pestsäule ist nicht nur wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung wichtig, sie prägt auf Grund ihrer zentralen Lage das Stadtbild und ist ein wichtiges Denkmal auch im Bewusstsein der Wienerinnen und Wiener“, sagte Kulturstadtrat Mailath-Pokorny. Während der Bauarbeiten wird eine Tafel mit detaillierten Informationen über die Geschichte der Pestsäule informieren.

Das Bauwerk besteht laut dem Restaurator Klaus Wedenig aus Untersberger Kalkstein aus Salzburg, der „mit Marmor gleichzusetzen ist“. Im Vergleich zur bisher letzten Restaurierung, für die zwei Jahre aufgewendet wurden, sei diesmal die Dauer der Arbeiten relativ kurz. Er werde mit Hilfe von sechs Mitarbeitern drei Mal die Woche am Denkmal tätig sein, meinte der 42-jährige Kärntner Künstler.

1679 gebaut

Die Dreifaltigkeitssäule am Graben ist nach der großen Pestepidemie im Jahr 1679 errichtet worden. Damals sind in der Donaumetropole – samt Vororten – rund 80.000 Menschen dem Schwarzen Tod zum Opfer gefallen.

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