Pentagon bestätigt Entdeckung

Das US-Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass amerikanische Soldaten bei ihrem Einsatz in Afghanistan ein Labor zur Herstellung biologischer und chemischer Waffen entdeckt haben.

Im dem Labor nahe Kandahar, das sich noch im Aufbau befunden habe, seien Stoffe gefunden worden, die zur Herstellung solcher Waffen benutzt werden könnten.

Fertige Kampfstoffe habe man jedoch nicht entdeckt, teilte das Pentagon am Samstag mit. Das Verteidigungsministerium wertete den Fund als weiteren Beweis, dass das Terrornetzwerk El Kaida in Afghanistan an der Herstellung von Massenvernichtungswaffen gearbeitet hat.

Nach Einschätzung des Sicherheitsexperten Rolf Tophoven sind indessen Tausende El-Kaida-Kämpfer von Afghanistan ins Ausland gelangt und bereiten dort weitere Anschläge vor. Mindestens 3000 Kämpfer seien entkommen, sagte Tophoven der „Bild am Sonntag“ laut einer Voraus-Meldung. „Sie organisieren sich überall auf der Welt neu und bereiten weitere Terror-Akte vor.“ Die Kämpfer seien in Saudiarabien, Jemen, dem Libanon, dem Sudan und auf dem Balkan untergetaucht.

Auch in Deutschland lebten Kommandos im Untergrund, die fähig und bereit seien, terroristische Aktionen durchzuführen, sagte er unter Berufung auf das Bundeskriminalamt und den Verfassungsschutz. Die Zellen benötigten für ihre Anschläge kein Zentralkommando: „Sie werden von sich aus aktiv.“ Bisher sei kein einziges Mitglied des inneren Zirkels der Organisation gefangen worden. „Die US-Gefangenen in Guantanamo auf Kuba sind gerade mal zweite und dritte Garnitur von El Kaida“, sagte Tophoven.

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