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Pensionen: Exekutive in Schwerarbeiter-Regelung ?

Personalvertreter der Exekutive fordert Schwerarbeiter-Regelung - Bei Notruf 133 drohen Einsatzfahrzeuge mit Beamten im Gesamtalter von 136 Jahren.

Mit einem drastischen Beispiel hat am Freitag ein Personalvertreter seine Ablehnung der Regierungspläne zur Pensionsharmonisierung deutlich gemacht: „Ein Bürger in Not wählt die Notruf-Nummer 133 und erwartet sich eine mutige einsatzfreudige Hilfe durch kräftige, rasch reagierende und wirkungsvolle Exekutivbeamte. Was erscheint: Ein Einsatzfahrzeug der Polizei, besetzt mit zwei verdienten Kollegen im Gesamtalter von 130 Jahren. Noch Glück gehabt, denn wenn freiwillig, dann auch noch 136 Jahre möglich.“

Der Bundesvorsitzende der Kameradschaft der Exekutive (KdEÖ), Wolfgang Kastner, machte damit darauf aufmerksam, dass Polizisten nach den Regierungsplänen noch im Alter von 65 oder gar 68 Jahren im Einsatz sein sollen. In einer Aussendung forderte er die Einbeziehung der Exekutive in eine Schwerarbeiter-Regelung. Die Belastung, der Exekutivbeamten im Gegensatz zu anderen Arbeitnehmern ausgesetzt sind, müsse in der Harmonisierung berücksichtigt werden. Kritik übte Kastner an Sozialminister Herbert Haupt (F), der die Exekutive mit ihrer Belastung an 62. Stelle reihe: „Das ist eine weit von den Tatsachen entfernte Beurteilung der wirklichen Situation und qualifiziert den Sozialminister als absolut weltfremd“.

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