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Patschert: Räuber schoss sich selbst ab

Symbolfoto &copy bilderbox
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Ausgerechnet am Heiligen Abend wollte Franz G. (51) im Vorjahr eine Billa-Filiale in Wien-Simmering überfallen und schoss sich dabei selbst in die Hand - Prozess in Wien.

Besonderes Geschick kann man ihm nicht nachsagen: Franz G., mehrfach vorbestraft, wollte am Heiligen Abend des vergangenen Jahres eine Billa-Filiale in Wien-Simmering überfallen. Es blieb bei der Absicht, denn die Ausführung scheiterte, als sich der 51-Jährige im Geschäft selbst in die Hand schoss. Für den versuchten schweren Raub verurteilte ihn heute, Freitag, ein Schwurgericht (Vorsitz: Brigitte Zeilinger) zu sechs Jahren unbedingter Haft.

Geld zur Beseitigung der Schulden gebraucht

Das Motiv für den geplanten Raub war Geldmangel, sagte G. aus. Zwar verfügte er nach eigenen Angaben über ein Monatseinkommen zwischen 1.500 und 2.000 Euro, musste davon jedoch über 700 Euro monatlich zur Schuldentilgung abliefern. Für einen weiteren finanziellen Engpass sorgte sein Auto, bei dem eine Reparatur fällig geworden war.

Um seine monetäre Situation aufzubessern, packte der 51-Jährige am 24. Dezember 2003 seinen Kipprevolver ein und fuhr zur Billa-Filiale in der Kopalgasse. Noch bevor er die Kassa erreichte, löste sich ein Schuss und das Projektil fuhr in seine linke Hand.

Gedanken an den heimischen Christbaum brachte Gesinneswandel

Die Angestellten bemerkten von dem Raubversuch nichts und führten den Knall auf eine heruntergefallene Flasche zurückt. Auch andere Zeugen fanden sich nicht. G. schilderte den Vorfall folgendermaßen: Beim Gedanken an seine Lebensgefährtin, wie sie zu Hause den Weihnachtsbaum schmücke, sei er zu dem Entschluss gekommen, den Raub bleiben zu lassen. Allerdings habe sich die zusammenklappbare Waffe in seiner Tasche geöffnet, wodurch sie „scharf“ geworden war. Als er die Pistole wieder sichern wollte, sei der Schuss gefallen.

Er schaffte es, das Geschäft unbehelligt zu verlassen und nach Hause zu fahren. Dann wurde er allerdings überführt, als die Rettung seine stark blutende Verletzung anzeigte.

Dass er sich den Überfall bereits vor dem Schuss wieder aus dem Kopf geschlagen hatte, wodurch der 51-Jährige straffrei ausgegangen wäre, wollten ihm die Geschworenen nicht abnehmen. Verteidigung und Staatsanwalt verzichteten auf Rechtsmittel, das Urteil ist somit rechtskräftig. “Überlegen Sie sich, ob sich das ausgezahlt hat“, gab ihm die Vorsitzende noch mit auf den Weg.

Redaktion: Elisabeth Skoda

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