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Patriarch und Kardinal

Zum Abschluss seines fünftägigen Österreich-Besuches ist der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. am Freitag in Wien mit Kardinal Christoph Schönborn zusammengetroffen.

Anschließend traf der Kirchenfürst mit dem Kuratorium der Stiftung „Communio et Progressio“ zusammen, das ihm den Kardinal-König-Preis verliehen hat. „Als nunmehriger Inhaber dieses Preises, der den Geist und die Gesinnung der Persönlichkeit des großen und verewigten Kardinals Franz König widerspiegelt, fühlen wir uns bestätigt in unserem bescheidenen Beitrag zum Dialog zwischen den christlichen Kirchen, zur Versöhnung zwischen den Konfessionen, Religionen und Kulturen und zur Bewahrung der Schöpfung“, erklärte das Oberhaupt der orthodoxen Christenheit, das in den Mittagsstunden die Heimreise nach Istanbul antritt.

Die Stiftung war 1991 von Kardinal König mit dem Ziel gegründet worden, ein „Handlungsbündnis von Wissenschaft, Religion, Wirtschaft und Medien“ anzustreben, um einen „wissenschaftlichen Beitrag zur Bewältigung der weltweiten Probleme auf dem Gebiet der Meinungs- und Gewissensfreiheit, der Gerechtigkeit, des Friedens, der Bewahrung der Schöpfung und der allgemeinen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft“ zu leisten. An der Spitze der Stiftung stehen der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari und „Furche“-Herausgeber Heinz Nußbaumer. Ihnen und den Kuratoriumsmitgliedern dankte Bartholomaios I. für die Bereitschaft, das geistige Erbe von Kardinal König weiterzutragen und „das von ihm in den Herzen der Menschen angezündete Licht auf den Leuchter zu stellen, damit es allen leuchtet“.

„Das Bewundernswerte bei Kardinal König lag in der Fähigkeit seiner Persönlichkeit, die Zeichen der Zeiten im Voraus zu erkennen und sich rechtzeitig auszurüsten, um den zukommenden Phänomenen und Gegebenheiten entgegentreten zu können. Das ist geschehen mit seiner bahnbrechenden Einstellung zur christlichen Ökumene, lange vor dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, und mit seinem Aufruf und Einsatz für den Dialog der Kirche mit dem Islam und dem Judentum, sowie für die Versöhnung mit und zwischen Menschen mit verschiedenen ideologischen Ansichten und fremden Kulturen“, unterstrich der Ökumenische Patriarch in einer Ansprache. „Wir danken dem Allmächtigen für seine (Kardinal Königs) Pionierleistungen und für alles Gute, was wir durch ihn erfahren durften“, sagte Bartholomaios.

Am Donnerstag war der Ökumenische Patriarch zum Marienheiligtum in Mariazell gepilgert und hatte dabei die Bedeutung der Gottesmutter für das Verhältnis zwischen orthodoxer und katholischer hervorgehoben. Maria bilde als „Vorbild des Glaubens für uns alle“ auch eine „feste Brücke zwischen unseren beiden Schwesterkirchen“, so der Patriarch in seiner Ansprache in der Basilika.

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