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Patriarch Sabbah verurteilt Sperranlage

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, hat den Bau der israelischen Sperranlage im Westjordanland verurteilt. Mauern würden den Hass weiter verstärken.

Mauern zwischen Israelis und Palästinensern würden den Hass weiter verstärken, warnte Sabbah zum bevorstehenden Weihnachtsfest. Die Sperranlage sei eine verordnete Trennung zwischen zwei Völkern und deshalb ein Aufruf, Feinde zu bleiben und Gegensätze zu verstärken. Die Situation in den palästinensischen Gebieten bezeichnete Sabbah als Besorgnis erregend. Gewalt, die Erniedrigung der Menschen, Furcht und Unsicherheit dauerten an.

Israels Regierungschef Ariel Sharon hatte in seiner sicherheitspolitischen Rede am vergangenen Donnerstag betont, die Arbeiten an der Sperranlage würden in jedem Fall beschleunigt. Damit würde Israel Teile der palästinensischen Gebiete faktisch einseitig annektieren.

„Auch alle Sperrwerke werden die Gewalt nicht beenden“, sagte der Lateinische Patriarch. „Die Mauer trennt die beiden Völker. Die Mauer verhindert ein normales Leben nicht für die an der Gewalt Beteiligten, sondern für die gesamte Bevölkerung.“ Wer Gewalt wolle, werde auch diese Trennung überwinden. Israel habe das Recht auf Sicherheit; dazu sei die „Mauer“ aber der falsche Weg.

„Erst wenn diese Mauer fällt, kann es Frieden geben“, betonte Sabbah. Dann werde die Feindschaft in den Herzen zusammenstürzen und das Blutvergießen beendet.

Noch deutlicher als in früheren Jahren richtete der Patriarch, der selbst Palästinenser ist, seine Appelle an Politiker beider Seiten. Israels Premier Ariel Sharon und der palästinensische Präsident Yasser Arafat müssten aufrichtig sein und deutlich erkennen und erklären, dass der jeweils andere fähig zum Frieden sei und diesen wolle. Taktische Manöver müssten ein Ende haben. Derzeit sei es so, dass politische Führer „Frieden sagen und Krieg führen“. Das widerspreche zutiefst der Botschaft des Weihnachtsfestes und der Bibel.

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