Parkpickerl: Strache greift Rot-Grün massiv und aggressiv an

H. C. Strache und Maria Vassilakou vertreten in Sachen Parkpickerl denkbar gegensätzliche Positionen
H. C. Strache und Maria Vassilakou vertreten in Sachen Parkpickerl denkbar gegensätzliche Positionen ©DAPD/APA
FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache nutzte eine Pressekonferenz am Dienstag, um das Parkpickerl, das mehrere westliche Bezirke nun erhalten sollen, massiv zu kritisieren. Er wetterte in diesem Zusammenhang - wenig überraschend - lautstark gegen Rot-Grün und forderte verbindliche Bürgerbefragungen. Die Grünen konterten umgehend.
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Wieder einmal reagiert H. C. Strache auf aktuelle Befindlichkeiten der Wiener Bevölkerung, um diese für seine Zwecke zu nutzen. Diesmal hat er sich das Parkpickerl ausgesucht, das vielen Wienerinnen und Wienern ein Dorn im Auge ist – und greift die SPÖ und die Grünen in diesem Zusammenhang nach Kräften an. Das Parkpickerl sei, wie Strache meint, nichts als ein Mittel der Stadtregierung, um die Autofahrer auszunehmen und abzuzocken. Er sagt dem Projekt in gewohnt aggressiver Manier den Kampf an.

“Parkpickerl macht Geldbörsen der Autofahrer dünner”

Das kostenpflichtige Parkpickerl habe in Wien nur den Effekt, dass die Geldbörsen der Autofahrer dünner, die Stadtkassa dafür dicker werde. Strache spricht in der Pressekonferenz auch von “fast kriminellen 67%”, um welche Rot-Grün die Parkgebühren “hinaufgeschnalzt” habe. Was die FPÖ nun wolle, sei die Abhaltung von Bürgerbefragungen zum Parkpickerl nach dem Vorbild des 18. Bezirks. Die FPÖ werde am Donnerstag im Gemeinderat auch eine “Dringliche Anfrage” zu diesem Themenkreis stellen und einen Misstrauensantrag gegen Verkehrsstadträtin Vassilkou einbringen (Vienna.at berichtete). Abschließend fordert Strache einmal mehr ein kostenloses Parkpickerl für alle in Wien hauptwohnsitzgemeldeten Autofahrer.

Grüne: Parkpickerl bringt Allen etwas

die Grünen wollen die massiven Angriffe von Strache nicht auf sich sitzen lassen und reagieren umgehend in einer Aussendung vom Dienstag. “SUV-Fahrer Strache, der in Wien zwar Spitzenkandidat gespielt hat, aber nicht im Wiener Gemeinderat verstreten ist, sollte sich genau überlegen, wie er möglichen Strafzahlungen der EU wegen Überschreitungen von Feinstaub- und Stickoxid-Werten in Wien begegnen will”, so der Verkehrssprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch.

“Strache setzt einzig auf die AutofahrerInnen, und glaubt damit, dass er mit Hilfe der plebiszitären Demokratie einer Minderheit über die Gesundheits- und Lebensinteressen der Merherhit drüberfahren kann”, so Maresch.

Mehr Raum für Menschen statt Autos

Die Grüne halten ihre Beweggründe für die Verteuerung beim Parken einmal mehr fest: “Schon jetzt werden zwei Drittel aller Wege in Wien mit Öffis, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigt.” Das Parkpickerl in Wien bringe laut den Grünen “Allen etwas” und sei “ein wirksames Mittel gegen Umweltgifte und Lärm, der aus dem Autoverkehr resultiert.” Darüber hinaus bleibt mehr öffentlicher Raum den BürgerInnen von Wien, statt wie bisher den Autos”, so Maresch abschließend.

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