Paris: Mann wegen Botschaftsanschlag in U-Haft

Eine Woche nach dem Bombenanschlag auf die indonesische Botschaft in Paris hat die französische Justiz einen 29-jährigen Kameruner förmlich beschuldigt und in Untersuchungshaft genommen.

Er sei zweifelsfrei als Autor eines per E-Mail versandten Bekennerschreibens identifiziert worden, offenbar aber nicht direkt in das Attentat verwickelt, hieß es am Freitag aus Kreisen der Ermittler. Ein Anti-Terror-Richter leitete demnach am Donnerstagabend nach französischen Strafrecht ein Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Organisation im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen ein.

Bei der Explosion einer Bombe waren in den frühen Morgenstunden des 8. Oktober in und um das Botschaftsgebäude zehn Menschen verletzt worden. Autos und Gebäude wurden im Umkreis von 30 Metern beschädigt. Die indonesische Botschaft liegt im 16. Pariser Stadtbezirk gut einen Kilometer südlich vom Triumphbogen.

Der Kameruner hatte sich in einer E-Mail an das Kommissariat des 16. Arrondissements zu dem Anschlag bekannt. Am Sonntag war er in einem Internet-Café im Pariser Vorort Clichy festgenommen worden. Justizangaben zufolge wollen die Fahnder nun vor allem sein Umfeld auf mögliche Beziehungen zu den Bombenlegern durchleuchten.

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